IT-Infrastruktur: Richtig investieren unter Druck
In vielen Gesundheitseinrichtungen stehen die IT-Verantwortlichen unter Druck. Digitalisierungsvorhaben müssen vorangetrieben, Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut und wachsende regulatorische Anforderungen erfüllt werden – mit Budgets, die dafür kaum ausreichen.

Hinzu kommt, dass für rund 80% der Einrichtungen eine Microsoft-Neulizenzierung ansteht, weil der Support für Office und Exchange Server im vergangenen Jahr ausgelaufen ist.
Was früher ein überschaubares Upgrade war, wirft heute strategische Grundsatzfragen auf: Ist ein Wechsel in die Cloud unausweichlich? Klar, er bringt Vorteile – aber auch Abhängigkeiten und stetig steigende Kosten mit sich. Oder ist es sinnvoller, bestehende On-Premises-Strukturen weiter zu nutzen? Wenn ja: unter welchen Voraussetzungen und wie lange noch?
Die Entscheidung ist längst nicht mehr eine Frage der Funktionalität, sondern eine der Wirtschaftlichkeit, der Datensouveränität und der Verantwortung gegenüber hochsensiblen Patienteninformationen. Wer unter diesen Rahmenbedingungen in die IT-Infrastruktur investieren muss, steht vor komplexen Abwägungen. Orientierung bieten belastbare Entscheidungsgrundlagen und Praxisbeispiele aus dem Gesundheitswesen – etwa aus Lizenzierungs-Projekten, die der Microsoft Solutions Partner Vendosoft in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen begleitet.
Viele Optionen, begrenzte Budgets

Nicht jeder IT-Verantwortliche kennt alle Optionen einer Microsoft-Lizenzierung. Die Entscheidung muss nicht lauten: Cloud oder on-prem – dazwischen gibt es Ausprägungen. Joyce Studier, SAM-Expertin und Microsoft Licensing Professional bei Vendosoft wägt für ihre Kunden ab, was im Einzelfall Sinn ergibt: „Cloud-Lösungen ermöglichen Remote Work und Kollaboration, sind jedoch kostenintensiv und wegen ihrer vertraglichen Bindungen unflexibel. Das Optimum liegt bei On-Premises-Infrastrukturen“, sagt Studier. Die sind per se günstiger als M365-Dienste – und bleiben dauerhaft kalkulierbar. Deshalb ist dieses Modell in Krankenhäusern weit verbreitet.
Einen Ansatz, der die Vorteile beider Welten verbindet und ihre Nachteile reduziert, bilden hybride IT-Modelle: Kritische Systeme und sensible Daten verbleiben lokal, während Cloud-Dienste gezielt dort eingesetzt werden, wo sie organisatorische oder funktionale Vorteile bieten. Wer nur wenige Dienste über die Cloud bezieht, den tangiert nicht, wenn Microsoft die Preise für seine Abonnements anpasst – so wie 2026: Nach einer wechselkursbedingten Entlastung Anfang dieses Jahres erhöhen sich im Sommer für viele Microsoft-365-Pläne erneut die Gebühren. Ungut, wenn das den Druck auf die IT-Budgets weiter erhöht...
Geräte statt User
In vielen Krankenhäusern ist die IT-Struktur stark geräteorientiert. Pflegearbeitsplätze, Stations-PCs oder Terminalserver werden von mehreren Personen genutzt. „Das sind Szenarien, da rate ich zum Softwarekauf“, sagt die Microsoft-Expertin. Userbasierte Cloud-Abonnements wären eine zu teure Lösung, wenn stattdessen die Geräte lizenziert werden können. Office, Server und CAL bietet Vendosoft neu, gebraucht und aus der Cloud. Klarer Favorit für Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind laut Studier die Gebrauchten. Im Vergleich zu einer Neulizenz sparen sie 30, 40 oder mehr Prozent ein. Bei identischem Funktionsumfang, rechtskonform und auditfähig.
Wie die Lizenzierung Daten schützt
Patientendaten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Deshalb ist ein weiterer zentraler Aspekt der Lizenzierung die Datensouveränität. Viele Einrichtungen fragen Vendosoft nach der besten Lösung. Eine vollständige Auslagerung in die Cloud kann Joyce Studier nicht empfehlen – nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch im Hinblick auf Kritis-Anforderungen und die europäische CER-Richtlinie zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Werden die Informationen auf lokalen Servern gehostet, sind sie vor unerwünschtem Zugriff sicher – und zugleich günstiger aufgehoben. Anwender können in hybriden Modellen mit M365-Lösungen angebunden werden, um ein maximal effizientes Arbeiten innerhalb eines Krankenhauses und im Austausch mit externen Ärzten, Dienstleistern und den Patienten zu gewährleisten.
Aus der Praxis
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen zahlreiche Projekte aus dem Gesundheitswesen. Eine von Vendosoft betreute Privatklinik in Parma sparte mit gebrauchten Microsoft-Lizenzen genug Budget ein, um zusätzlich in neue Hardware und ein internes Verwaltungssystem investieren zu können. Ein kommunales Klinikunternehmen in Niederbayern schuf mit Hilfe der Lizenzberater Audit-Sicherheit und vereinfachte sein Software-Asset-Management. Und das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol setzt aus Gründen der Datensicherheit bewusst auf On-Premises-Systeme.
Für die richtige IT-Infrastruktur im Krankenhaus braucht es eine realistische Betrachtung von Betrieb, Budget und Risiken. Welche Systeme sind vorhanden, welche tatsächlich erforderlich? Wo rechnet sich die Cloud – und wo nicht? Vendosoft begleitet Krankenhäuser bei dieser strategischen Abwägung mit dem Grundsatz: so viel On-Premises wie möglich, so wenig Cloud wie nötig – für planbare Kosten, Sicherheit und langfristig tragfähige Investitionsentscheidungen. Beispiele aus der Praxis unter:
www.vendosoft.de/cases_gesundheit/ .












