Magnetpartikel-Bildgebung im Süddeutschen Zentrum für innovative Bildgebung
Im neuen Zentrum wird die Magnetpartikel-Bildgebung aus der präklinischen Forschung in die medizinische Anwendung gebracht.
Prof. Volker Behr, Experimentelle Physik 5, Fakultät für Physik und Astronomie, Universität Würzburg
Magnetpartikel-Bildgebung (engl. „Magnetic Particle Imaging“, MPI) ist ein neuartiges Verfahren, mit dem man magnetische Nanopartikel im Körper sehr präzise sichtbar machen kann – in Echtzeit, mit hoher räumlicher Auflösung und ohne den Einsatz von Röntgenstrahlung. Dadurch eignet sich MPI besonders gut für Anwendungen in der Medizin, zum Beispiel zur Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems, zur Überwachung interventioneller Eingriffe oder zur Verfolgung von Zellen oder Pharmazeutika im Körper.
Beim MPI handelt es sich um ein Markerverfahren. Das heißt, dass nicht, wie beispielsweise bei der MRT oder CT direkt das untersuchte Gewebe abgebildet wird, sondern die Verteilung einer Markersubstanz. Dies ist ähnlich wie beispielsweise bei der PET, bei der ein radioaktiver Marker detektiert wird. Allerdings kommt das MPI ohne strahlende Substanzen aus und detektiert sehr kleine Eisenoxidpartikel, magnetische Nanopartikel (MNPs). Damit ist MPI wie alle Markerverfahren sehr spezifisch, da eben nur die Marker detektiert werden, benötigt aber oft ein komplementäres gewebeabbildendes Verfahren, um die Position der Marker sicher verorten zu können.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen zu allen relevanten Themen des stationären Gesundheitswesens. Außerdem erhalten Sie regelmäßig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenMeist gelesen

Genommedizin im Wandel
Next Generation Sequencing als unverzichtbarer Teil moderner Diagnostik ist dank neuer Strukturen auch für kleinere Universitätskliniken integrierbar.

Mehr als 1.300 Fahrradplätze
636 kostenlose Lademöglichkeiten, belüftete Spinde und eine Fahrradwerkstatt erleichtern den klimafreundlichen Weg zum Campus Kiel.

Bluttest gibt Einblicke in Hirnschäden nach Schlaganfall
Wie lässt sich der Schweregrad eines Schlaganfalls im Blut ablesen? Im Interview erklärt Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Tiedt was der Biomarker Brain-derived Tau für Diagnostik, Therapie und klinische Praxis bedeutet.

Cyberresilienz für Krankenhäuser durch Krisenübungen
Kliniken werden immer wieder Opfer von Cyberangriffen. Mit Krisenübungen lassen sich Schäden reduzieren.

Nachhaltigkeit mit System
Die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bestätigt den konsequenten Weg zu mehr Nachhaltigkeit.





