Magnetpartikel-Bildgebung im Süddeutschen Zentrum für innovative Bildgebung
Im neuen Zentrum wird die Magnetpartikel-Bildgebung aus der präklinischen Forschung in die medizinische Anwendung gebracht.
Prof. Volker Behr, Experimentelle Physik 5, Fakultät für Physik und Astronomie, Universität Würzburg
Magnetpartikel-Bildgebung (engl. „Magnetic Particle Imaging“, MPI) ist ein neuartiges Verfahren, mit dem man magnetische Nanopartikel im Körper sehr präzise sichtbar machen kann – in Echtzeit, mit hoher räumlicher Auflösung und ohne den Einsatz von Röntgenstrahlung. Dadurch eignet sich MPI besonders gut für Anwendungen in der Medizin, zum Beispiel zur Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems, zur Überwachung interventioneller Eingriffe oder zur Verfolgung von Zellen oder Pharmazeutika im Körper.
Beim MPI handelt es sich um ein Markerverfahren. Das heißt, dass nicht, wie beispielsweise bei der MRT oder CT direkt das untersuchte Gewebe abgebildet wird, sondern die Verteilung einer Markersubstanz. Dies ist ähnlich wie beispielsweise bei der PET, bei der ein radioaktiver Marker detektiert wird. Allerdings kommt das MPI ohne strahlende Substanzen aus und detektiert sehr kleine Eisenoxidpartikel, magnetische Nanopartikel (MNPs). Damit ist MPI wie alle Markerverfahren sehr spezifisch, da eben nur die Marker detektiert werden, benötigt aber oft ein komplementäres gewebeabbildendes Verfahren, um die Position der Marker sicher verorten zu können.
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