Hygiene(mängel) – zwischen Verantwortung, Haftung und Strafbarkeit
Konsequente Umsetzung der Hygienevorschriften, regelmäßige Kontrollen des Hygieneplans und laufende Fortbildung können das zivil- und strafrechtliche Risiko erheblich verringern.
RA Johannes Kalläne, Fachanwalt für Medizinrecht, und Rain Lucia Pein, Medlegal Rechtsanwälte, Hamburg

Multiresistente Erreger stellen ein fortwährendes Problem für Krankenhäuser dar – mit potentiell lebensbedrohlichen Folgen für Patienten im Krankenhaus. Darauf weist das Nationale Referenzzentrum in seinem aktuellen Jahresbericht im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts (RKI) hin. Wird einem Krankenhaus vorgeworfen, eine Infektion durch einen Krankenhauskeim während einer Krankenhausbehandlung verursacht zu haben, steht nicht nur die medizinische Behandlung, sondern vor allem die Einhaltung der Hygienestandards in diesem Krankenhaus im Fokus der Ermittlungen. Die Verantwortung für die Einhaltung der Hygienevorschriften liegt nicht allein bei dem medizinischen Personal, sondern maßgeblich bei der Krankenhausleitung und damit der Geschäftsführung. Versäumnisse können gravierende Folgen haben – von zivilrechtlicher Haftung bis hin zu strafrechtlicher Verantwortlichkeit.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen zu allen relevanten Themen des stationären Gesundheitswesens. Außerdem erhalten Sie regelmäßig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenMeist gelesen

Nachhaltigkeit mit System
Die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bestätigt den konsequenten Weg zu mehr Nachhaltigkeit.

Genommedizin im Wandel
Next Generation Sequencing als unverzichtbarer Teil moderner Diagnostik ist dank neuer Strukturen auch für kleinere Universitätskliniken integrierbar.

Endoskopietechniken bei hepatopankreatikobiliären Erkrankungen
Bei der Behandlung komplexer hepatopankreatikobilärer Erkankungen sind die Patientenzufriedenheit und Schmerzempfindung beim endosonographischen Therapieansatz deutlich besser als beim perkutanen.

Bluttest gibt Einblicke in Hirnschäden nach Schlaganfall
Wie lässt sich der Schweregrad eines Schlaganfalls im Blut ablesen? Im Interview erklärt Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Tiedt was der Biomarker Brain-derived Tau für Diagnostik, Therapie und klinische Praxis bedeutet.

Grünes Licht für hochinnovative Energiezentrale am UKW
Nun ist der nächste Meilenstein für das Erweiterungsgelände Nord am Universitätsklinikum Würzburg erreicht.






