Mehr als ein Haken auf der Checkliste
Das Entlassmanagement spielt eine zentrale Rolle für eine kontinuierliche Patientenversorgung. Eine Studie des Hamburg Center for Health Economics, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Krankenhausinstituts zeigt, wie unterschiedlich Patienten und Kliniken diesen Prozess erleben.
Prof. Dr. Vera Winter, Bergische Universität Wuppertal, Lena Imhof, Hamburg Center for Health Economics

Gerade in der Kardiologie ist der Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung besonders anspruchsvoll: Die stationären Aufenthalte sind mit durchschnittlich 5,6 Tagen vergleichsweise kurz. Zugleich sind viele Patienten älter, multimorbid und auf eine koordinierte Weiterbehandlung angewiesen.
Mit dem Rahmenvertrag Entlassmanagement ist die strukturierte Entlassung seit 2017 gesetzlich verpflichtend. Seither haben viele Krankenhäuser entsprechende Prozesse etabliert. Doch wie gut funktionieren diese aus Sicht der Beteiligten? Mit unserer Untersuchung im Rahmen des Innovationsfondsprojekts „Ready to discharge?“ (R2D) sollen darauf Antworten geliefert werden: Erstmals wurden die Perspektiven von 157 kardiologischen Fachabteilungen und rund 3.700 Patienten der Techniker Krankenkasse systematisch gegenübergestellt.
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