Modellprojekte zur sektorenübergreifenden Versorgung


Die CSU-Landtagsfraktion will eine engere Zusammenarbeit aller Leistungserbringer im Gesundheitswesen erreichen: In Bayern sollen entsprechende Modellprojekte zur sektorenübergreifenden Versorgung entwickelt werden. So soll mehr Flexibilität ins Gesundheitssystem gelangen.
„Die Zusammenarbeit von verschiedenen Trägern und unterschiedlichen Berufsgruppen im Gesundheits- und Pflegebereich ist deutlich verbesserungswürdig. Wir wollen die medizinische Versorgung in Bayern daher noch besser untereinander verzahnen", sagt Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag. Dazu seien als erstes die starren Sektorengrenzen zwischen ambulantem und stationärem Bereich aufzubrechen. "Hierüber reden wir schon lange. Nun ist die Zeit des Handelns und Umsetzens gekommen“, so Seidenath weiter.
CSU-Gesundheitsexperte Klaus Holetschek ergänzt: „Wir müssen gute Versorgung neu denken und sie ausschließlich am Patienten ausrichten. Allein der Gesundheitszustand muss der Gradmesser sein, ob eine Behandlung stationär erfolgt oder auch ambulant erbracht werden kann. Wir brauchen mehr Flexibilität im System.“
In Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren im bayerischen Gesundheitswesen sollen nun Interessenten für Pilotprojekte gesucht werden, die später auch auf andere Regionen übertragen werden könnten. Unter anderem geht es dabei um die digitale Vernetzung aller Versorgungsbereiche. Der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag hat dem Antrag heute zugestimmt.
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