Klinikweite Digitalisierung mit Cerner Millennium


Das Universitätsklinikum Centre Hospitalier Universitaire (CHU) in Nantes wagte den Schritt: Digitalisierung der Patientenakten, Strukturierung von Behandlungsleitlinien, Anbindung medizinischer Geräte und Zugriff auf Patientenakten über ein Smartphone. Mit der Einführung der Cerner Millennium-Lösungssuite im gesamten Haus sind sieben der 32 Fachabteilungen des CHU nun vollständig digitalisiert.
Das als „Ulysse“ (Odysseus) betitelte Projekt umfasst die 32 Abteilungen mit insgesamt 2.000 Betten und 1.600 klinischen Mitarbeitern. Derzeit loggen sich 1.250 Anwender jeden Tag in die elektronische Patientenakte ein. 25.000 Patientenakten werden täglich geöffnet und 8.700 klinische Mitarbeiter und Ärzte können darauf zugreifen.
Philippe Sudreau, Geschäftsführer des CHU in Nantes, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Ziel des Projekts ‚Ulysse‘ ist die Verbesserung der Versorgungsqualität und mehr Zeit für die Patienten. Unsere klinischen Mitarbeiter sollen sich wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Das CHU muss sich aber auch nach außen und für seine Partner öffnen; eine Herausforderung, die ein hohes Maß an Kommunikation erfordert.“ Außerdem erinnert Sudreau daran, dass am CHU neben der Versorgung von Patienten auch wissenschaftliche Arbeit geleistet wird: „Cerner Millennium, das im Rahmen des Projekts ‚Ulysse‘ implementiert wird, bietet uns leistungsfähige Tools, um die Forschungsarbeit am CHU zu konsolidieren.“
Für die Patientenversorgung ist das Teilen von Informationen und die Qualität der Daten bereits ein signifikanter Fortschritt. Für diese außergewöhnliche Umstellung unterstützten fast 200 Leute vor Ort die Klinik-Teams, die die Software nun täglich verwenden. Etwa 60 technische und operative Fachkräfte haben alle auftretenden Probleme rund um die Uhr über einen eingerichteten Telefonsupport gelöst. Diese Experten haben zehn Tage lang die Einführung der Software unterstützt.
Der Aufbau eines digitalen Krankenhauses auf der Nantes-Insel und die erfolgreiche „Big-Bang“-Implementierung treiben die Gesundheitsversorgung in der Region voran. „Digitale Technologie bietet außergewöhnliche Möglichkeiten“, zeigt sich Sudreau begeistert. „Das CHU der Zukunft wird digital sein und es uns ermöglichen, auch weiterhin an der Spitze zu bleiben.“
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