M-KIS am Uniklinikum Leipzig erfolgreich produktiv genommen
Bestens vernetzt und technologisch immer am Puls der Zeit sein: So lauten zwei der Ziele, die das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in seiner Digitalisierungsstrategie festgehalten hat.

Auf der Suche nach einem strategischen Partner, der das Klinikum technologisch wie fachlich führend für die Zukunft aufstellt, entschied sich das UKL im Juli 2024 für die Meierhofer AG.
Meierhofer schafft mit M-KIS eine durchgängige digitale Plattform für die klinische Versorgung
- KIS und PDMS abgelöst: Meierhofer hat M-KIS am Universitätsklinikum Leipzig eingeführt und löst damit die bisherigen Systeme i.s.h.med und das COPRA 5 PDMS* ab.
- M-KIS wird außerdem in der Patientenaufnahme sowie für die ambulante KV/BG-Abrechnung eingesetzt.*
- Neue Lösungen für die klinische Versorgung: Eine neu entwickelte intensivfähige Patientenkurve, die technologischen Voraussetzungen für das Closed Loop Medication Management und mobile Anwendungen gehören zu den zentralen Bestandteilen.
- Mitarbeitende auf den Systemwechsel vorbereitet: Mit 800 Multiplikator*innen und 340 Endanwenderschulungen begleitete Meierhofer den Change-Prozess am UKL.
Am 1. Oktober 2026 starteten rund 2.300 von insgesamt 6.000 Anwendenden auf 54 Stationen, in 16 von 33 OP-Sälen, in Notaufnahme, Ambulanzen, zentralen Diensten und der Patientenverwaltung mit dem neuen System. Zur Vorbereitung auf den Systemwechsel hatte Meierhofer ein umfassendes Schulungskonzept mit 800 ausgebildeten Multiplikator*innen und 340 Endanwenderschulungen umgesetzt.
Im Projekt bewies das Team des Münchner KIS-Anbieters Fingerspitzengefühl für den „UKL-Weg“ aus standardisierten Prozessen, individuellen Anforderungen und aufwendigen Spezialentwicklungen. Innerhalb eines straffen Zeitrahmens führte Meierhofer das Krankenhausinformationssystem M-KIS erfolgreich ein und löst neben i.s.h.med auch das bestehende Patientendatenmanagementsystem COPRA PDMS sukzessive ab. Daneben entwickelte Meierhofer gemeinsam mit dem UKL eine neue intensivfähige Kurve, führte die Medikationslösung inklusive neuer Ambulanzmedikation ein und legte die technologische Basis für das Closed Loop Medication Management.
„Sehr bewusst haben wir uns vor zwei Jahren für Meierhofer entschieden. Die Fachlösungen und die strategische Ausrichtung passen zu unseren Vorstellungen einer einheitlichen digitalen Plattform für alle klinischen Bereiche. Diese muss ausbaufähig, webbasiert und interoperabel entwickelt sein“, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand am Universitätsklinikum Leipzig. „Gemeinsam mit Meierhofer haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt und mit dem Go-live gleich mehrere Meilensteine wie die Umsetzung einer digitalen Patientenakte, die Einführung mobiler Anwendungen und die Digitalisierung des Medikationsprozesses erreicht.“
Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Meierhofer AG betont: „Niemand kann heute im Detail vorhersagen, welche Anforderungen Krankenhäuser in einigen Jahren erfüllen müssen. Umso wichtiger ist eine IT-Architektur, die ihnen die notwendige Flexibilität gibt, auf neue Rahmenbedingungen, Versorgungsmodelle und technologische Entwicklungen reagieren zu können. Mit M-KIS schaffen wir für das UKL eine Plattform, die sich weiterentwickeln lässt und dem Klinikum damit Handlungsspielraum für die kommenden Jahre eröffnet.“
Ein Projekt, das Weichen stellt
Meierhofer zeigt sich in diesem Leuchtturmprojekt als partnerschaftlicher Lösungsanbieter mit Erfahrung in hochkomplexen klinischen Digitalisierungsvorhaben und im Umgang mit einer anspruchsvollen Klientel. Die Ablösung von i.s.h.med gelang durch das bewährte, klinische und durch mehrere Maximalversorger validierte Migrationskonzept M-KIS Now, das standardisierte Prozesse einführt und Freiraum für individuelle Anforderungen des Klinikums bot.
„Mit der Ablösung des bestehenden KIS und des PDMS führen wir ein intensivfähiges KIS ein und modernisieren damit die digitale Unterstützung in den klinischen Bereichen des Universitätsklinikums Leipzig“, sagt Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte & Vertrieb Deutschland bei Meierhofer. „Gleichzeitig haben wir zahlreiche individuelle Anforderungen umgesetzt: Im Bereich der Versorgung mit mobilen Applikationen oder bei der Anbindung der internen Business-Intelligence-Plattform UKLytics. Auf das, was unser Team in diesem anspruchsvollen Projekt geleistet hat, bin ich sehr stolz. Das zeigt, dass sich auch ein Transformationsprojekt dieser Größenordnung in einem ambitionierten Zeitrahmen erfolgreich realisieren lässt. Entscheidend dafür war die enge Zusammenarbeit und ein partnerschaftliches Agieren auf Augenhöhe der Teams von UKL und Meierhofer.“
Neue zentrale Patientenkurve von der Anästhesie bis zur ZNA
Maßstäbe setzte Meierhofer mit der Entwicklung einer neuen Patientenkurve in enger Zusammenarbeit mit dem UKL. Sie kommt in allen versorgenden Bereichen zum Einsatz – von der Anästhesie bis zur ZNA. Dieses zentrale Instrument für den ärztlichen und pflegerischen Dienst bildet sämtliche ambulanten und stationären Behandlungsprozesse ab.
„Die Daten sind damit unmittelbar am Patientenbett verfügbar, also genau dort, wo sie im Moment für die Behandlung nötig sind. Sie lassen sich von überall erfassen und abrufen. Das bedeutet eine deutliche Verbesserung der Prozesse und ermöglicht die Einbindung zusätzlicher Spezialsysteme. Unsere klinische Arbeit wird sich damit zum Positiven verändern, es bedarf jedoch von Seiten unserer Mitarbeitenden viel Geduld und Engagement, denn viele gewohnte Arbeitsprozesse laufen jetzt anders“, betont Prof. Dr. med. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL.
Stufenweise ersetzt Meierhofer das bisherige COPRA PDMS am UKL durch das intensivfähige M-KIS. Damit werden die Behandelnden von durchgängigen Workflows, über alle Versorgungsbereiche hinweg, profitieren.
„Anfangs werden die Anwendenden noch nach gewohnten Dokumenten und Ausdrucken suchen, die sie aber schon bald nicht mehr vermissen werden. Denn wir haben an vielen Stellen Dokumentationsprozesse neu gestaltet, so dass sie langfristig einen echten Mehrwert für die Arbeitsabläufe liefern“, so Dr. Robert Jacob weiter. „Die Kolleg*innen von Meierhofer haben mit hohem Engagement und großer Professionalität im Projekt die Entwicklung von angepassten und spezialisierten Lösungen für ein Haus der Maximalversorgung wie unseres vorangetrieben. Uns steht damit eine gemeinsame digitale Arbeitsumgebung zur Verfügung, die wir kontinuierlich weiterentwickeln können. Denn viele weitere wichtige Themen und Projekte, um die Potenziale von Digitalisierung und KI bestmöglich zu nutzen, liegen noch vor uns.“
Mit der Einführung von M-KIS modernisiert das UKL seine klinische IT-Landschaft und schafft die Grundlage für stärker vernetzte, interoperable Prozesse.
Weitere M-KIS Schwerpunktthemen im UKL
IT-Architektur für das moderne Krankenhaus
Wer patientenorientiert versorgen will, muss System-Barrieren abbauen. Die interoperable Architektur von M-KIS ermöglicht die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und unterstützt durchgängige Behandlungsprozesse. Gleichzeitig schafft sie die technischen Voraussetzungen dafür, weitere Anwendungen und Systeme in die klinische IT-Landschaft einzubinden.
Die in Teilen containerisierte Betriebsumgebung ermöglicht einen standardisierten und modularen Betrieb und schafft zugleich die Voraussetzungen für unterschiedliche Betriebsmodelle.
Mit der Aufnahme beginnt der digitale Behandlungsprozess
Die Aufnahme ist der Startpunkt jeder Behandlung und ein reibungsloser Aufnahmeprozess beginnt mit den richtigen Informationen. Mit dem digitalisierten Patientenmanagement schafft Meierhofer die Grundlage für flüssige Abläufe in der Aufnahme und löst das IS-H Patientenmanagement ab.
Mobile Anwendungen unterstützen die Arbeit am Point of Care
Mit den mobilen M-KIS-Lösungen können Ärzt*innen und Pflegekräfte Informationen dort erfassen und abrufen, wo sie benötigt werden. Mobile Anwendungen in M-KIS unterstützen unter anderem die Pflegedokumentation, Wunddokumentation, interprofessionelle Kommunikation über Verlaufsberichte und Visite.
Wunden können direkt am Patientenbett fallbezogen dokumentiert werden. Papierdokumente lassen sich über eine Scan-App digital in die Fallakte übernehmen. Das verringert Laufwege, reduziert administrative Arbeitsschritte und macht Informationen schneller verfügbar.
Der geschlossene Medikationsprozess
Mit der integrierten Medikationslösung schafft das UKL künftig die Voraussetzungen für das Closed Loop Medication Management. Tätigkeiten wie Substitution, komplexe Verordnungen, Bilanzierung oder das Stellen von Medikamenten werden digital unterstützt. Ergänzt durch eine breite Palette an Medikationschecks trägt dies dazu bei, Risiken im Medikationsprozess zu reduzieren und die patientenindividuelle Arzneimitteltherapie zu unterstützen.
Ärztlicher Dienst, Pflege und Klinikapotheke und arbeiten zusammen in einem durchgängigen Workflow – von der Verordnung bis zur Gabe am Patientenbett.
*PDMS COPRA ist aktuell für die Anästhesie und die IMC-Stationen abgelöst, die Ablösung der Erwachsenen Intensivstationen erfolgt in 2027; der kinderintensivmedizinische Bereich wird ab 2028 abgelöst werden; zusätzlich löst M-KIS IS-H im ersten Schritt in den Bereichen Patientenaufnahme sowie ambulante KV/BG-Abrechnung ab.












