Neue Ansätze für Diagnostik und Therapie bei Krebs und seltenen Erkrankungen
Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) gibt die Preisträger ihres Publikationspreises 2024 bekannt. Die Auszeichnung würdigt eine Wissenschaftlerin und vier Wissenschaftler für ihre herausragenden und medizinisch hochrelevanten Erkenntnisse, die sie im Jahr 2023 veröffentlicht und im Rahmen der Förderung durch die EKFS erzielt haben.





„Die Forschungsergebnisse der Publikationspreisträger ermöglichen präzisere Diagnosen sowie personalisierte Behandlungsansätze und eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten“, erläutert Prof. Dr. Michael Madeja, EKFS-Vorstandsvorsitzender: „Das kann das Leben von Patientinnen und Patienten deutlich verbessern.“ Die Preise sind mit jeweils 10.000 € dotiert.
Die fünf Publikationspreise 2024 der Else Kröner-Fresenius-Stiftung gehen an:
Prof. Dr. Frederik Damm (Charité Berlin) nutzt neue Sequenzierungsmethoden für präzisere Diagnosen und personalisierte Behandlungen von Leukämien und Lymphdrüsenkrebs. Der Publikationspreis der EKFS würdigt, dass Damm genetische Marker identifiziert hat, die sowohl eine genaue Risikoeinschätzung als auch die Grundlage für neue, gezielte Therapieansätze für Patientinnen und Patienten mit primär mediastinalen B-Zell-Lymphomen ermöglichen.
PD Dr. Florian Scherer (Universitätsklinikum Freiburg) zeigt in seiner ausgezeichneten Publikation, wie die Liquid-Biopsy-Technologie zur Diagnose und Überwachung von ZNS-Lymphomen genutzt werden kann. Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass die hochsensitive Detektion zirkulierender Tumor-DNA im Blut und Gehirnflüssigkeit eine genaue Risikostratifizierung und minimal-invasive Identifikation von Patienten mit ZNS-Lymphomen erlaubt. Diese Technik könnte es zukünftig ermöglichen, genetische Veränderungen in Blut oder Gehirnflüssigkeit zu erkennen und damit schneller Therapien zu beginnen und diese präzise anzupassen.
Dr. Ria Schönauer (Charité Berlin) entwickelt neue Bewertungsmaßstäbe zur Prognose und Behandlung der polyzystischen Lebererkrankung (ADPLD). Sie erhält den EKFS-Publikationspreis für ihre Ergebnisse, die die Risikoeinschätzung in Bezug auf ADPLD verbessern. Zudem ermöglicht Schönauers Forschung personalisierte Therapien, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität der Patienten erhöhen können.
Dr. Dr. Lukas Bunse (Universitätsklinikum Mannheim) untersucht das Zusammenspiel von genetischen Veränderungen in Hirntumoren und des Immunsystems bei deren Entstehung und bei Behandlung. Seine preiswürdige Publikation eröffnet neue Ansätze, mit deren Hilfe körpereigene Immunzellen für die Bekämpfung von Tumorzellen aktiviert werden können.
Das Immunsystem des Gehirns steht ebenfalls im Mittelpunkt der Arbeit von PD Dr. Roman Sankowski (Universitätsklinikum Freiburg). Er erforscht die Immunantworten bei Hirntumoren. Die EKFS zeichnet ihn für seine im Jahr 2023 publizierte Erkenntnis aus, dass Immunzellen im Gehirn durch Blutzellen erneuert werden können. Das eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten.
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