14.01.2026 • News

Siemens Healthineers führender Partner bei EU‑Initiative für Alzheimer‑Versorgung

Das ACCESS‑AD1 Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und wird durch die europäische öffentlich‑private Partnerschaft Innovative Health Initiative (IHI) gefördert.

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ACCESS‑AD verfolgt das Ziel, eine gemeinschaftliche, patientenorientierte Strategie für die Alzheimer‑Versorgung in Europa zu etablieren.
© Siemens Healthineers

Siemens Healthineers ist der führende Industriepartner einer zentralen EU‑Forschungsinitiative zur Verbesserung von Diagnose, Behandlung und Überwachung der Alzheimer‑Krankheit. Das Projekt ACCESS‑AD¹ verfolgt das Ziel, eine gemeinschaftliche, patientenorientierte Strategie für die Alzheimer‑Versorgung in Europa zu etablieren. Das Programm startet im Januar 2026 und bringt mehr als 30 europäische Partner aus Gesundheitsversorgung, Universitäten, Patientenorganisationen und Industrie zusammen und bündelt damit Expertise aus den Bereichen Neurologie, Bildgebung, Data Science und Patientenvertretung. Das Fünfjahresprojekt wird durch die Innovative Health Initiative (IHI) kofinanziert, eine öffentlich‑private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Life‑Sciences‑Industrie. Die klinische Leitung liegt beim Amsterdam University Medical Center, das King’s College London und Gates Ventures sind Co‑Leads. Als Teil eines Alzheimer-Ökosystems treibt Siemens Healthineers die Entwicklung und Validierung von Lösungen entlang des gesamten Versorgungspfads voran – von Bluttests zur Früherkennung bis hin zu MRT- (Magnetresonanztomographie) und PET-Bildgebung (Positronen-Emissions-Tomographie) für die Diagnostik und Überwachung des Therapieverlaufs.

Alzheimer bleibt eine große medizinische und gesellschaftliche Herausforderung: Allein in der Europäischen Union sind mehr als 7 Millionen Menschen betroffen – eine Zahl, die voraussichtlich bis 2050 auf das Doppelte ansteigen wird.2 Die Auswirkungen betreffen nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst, sondern auch ihre Familien, Pflegepersonen und die Gesundheitssysteme. Während sich die Behandlung traditionell auf die Symptome konzentrierte, bietet die Zulassung neuer krankheitsmodifizierender Therapien in der Europäischen Union seit 2025 Hoffnung. Viele nationale Gesundheitssysteme sind jedoch durch diagnostische Engpässe und begrenzte Kapazitäten eingeschränkt und können die Nachfrage nach Tests, Bildgebung und spezialisierter Nachsorge bereits jetzt nicht decken. In einigen Ländern könnten die Wartezeiten für diese Leistungen ohne innovative Ansätze auf Jahre anwachsen. ACCESS-AD adressiert diesen Bedarf und begleitet die Patientinnen und Patienten von der Diagnose und Therapieentscheidung über die Behandlung bis hin zum fortlaufenden Monitoring – auch unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus anderen Alzheimer-bezogenen IHI-Initiativen.

Ziel der Initiative ist es, die Versorgung durch standardisierte Abläufe sowie den Einsatz modernster Industrielösungen und künstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. Dazu zählen die Analyse von Bilddaten, Bluttests und digitalen Gesundheitsdaten, um das Therapieansprechen vorherzusagen und Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Komplikationsrisiko zu identifizieren. Darüber hinaus wird Real‑World‑Evidenz von mehr als 500 Patientinnen und Patienten in Europa gesammelt und eine Pilotstudie durchgeführt, die Kombinationen aus medikamentösen Therapien und Veränderungen des Lebensstils untersucht.

Das Portfolio von Siemens Healthineers deckt den gesamten Alzheimer‑Versorgungspfad ab – von labordiagnostischen Lösungen bis hin zu hochmoderner Bildgebung und digitalen Tools. „Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Alzheimer ist derzeit geprägt durch fragmentierte und verzögerte Abläufe. ACCESS‑AD bringt führende Organisationen aus ganz Europa zusammen, um fortschrittliche Diagnostik und Therapien für jeden zugänglich zu machen“, sagte Amira Romani, Leiterin Innovation & Technology Strategy bei Siemens Healthineers. „Es ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Industrie, Wissenschaft und klinische Partner zusammenarbeiten, um Wirkung zu erzielen – zum Nutzen jedes einzelnen Patienten.“

Im Rahmen von ACCESS-AD will es Siemens Healthineers Patientinnen und Patienten künftig ermöglichen, Blutproben zu Hause zu entnehmen. Wichtige Alzheimer‑Biomarker können anschließend auf den Laborplattformen des Unternehmens analysiert werden. „Das Programm für die häusliche Blutentnahme unterstützt nicht nur Patientinnen und Patienten und Pflegekräfte. Auch das Gesundheitssystem wird entlastet, indem Engpässe in spezialisierten Zentren reduziert und durch häufigere und leichter zugängliche Tests ein früheres Eingreifen möglich werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um präzise Diagnostik europaweit skalierbar und fair zu machen“, sagte Gaby Marquardt, Leiterin Clinical & Technology Innovation im Bereich Diagnostics bei Siemens Healthineers.

Zudem wird Siemens Healthineers dazu beitragen, technische, organisatorische und finanzielle Hürden zu senken, die bislang den Zugang zu hochqualitativer Bildgebung des Gehirns in Europa begrenzen. Dies umfasst die Entwicklung und klinische Einführung fortschrittlicher MRT‑ und PET/CT‑Lösungen auch über spezialisierte Zentren hinaus. Im Bereich MRT könnte dies etwa kompakte, heliumfreie DryCool‑Magnet-Technologien³, KI‑gestützte Workflows und Bildrekonstruktion sowie beschleunigte Schädel‑Protokolle für deutlich kürzere Untersuchungszeiten umfassen. „Die ACCESS‑AD Initiative unterstreicht unseren zunehmenden Fokus auf das Management von Erkrankungen, sowie unser Engagement für bessere Gesundheitsergebnisse“, sagte Andreas Schneck, Leiter Magnetresonanztomographie bei Siemens Healthineers. „Indem wir modernste Neurobildgebung breiter zugänglich machen, wollen wir Bildgebungsprozesse für die Diagnose und Verlaufskontrolle der Alzheimer‑Krankheit gezielt verbessern. So versetzen wir Gesundheitseinrichtungen in die Lage, eine präzisere, patientenorientierte Versorgung zu erbringen.“

1 ACCESS‑AD steht für „Advancing Clinical Care and Equity through Scalable Solutions in Alzheimer’s Disease diagnosis and treatment“. Das Projekt wird durch das Innovative Health Initiative Joint Undertaking (IHI JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101253010 unterstützt. Das JU erhält Förderung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ der Europäischen Union sowie von COCIR, EFPIA, EuropaBio, MedTech Europe, Vaccines Europe und von Anavex, Muhdo und Neurimmune. ACCESS‑AD wird von der Europäischen Union, den privaten Mitgliedern sowie den beitragenden Partnern der IHI JU finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen liegen ausschließlich bei den Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die Positionen der oben genannten Parteien wider. Keine der genannten Parteien kann für diese Inhalte verantwortlich gemacht werden.

2 Alzheimer Europe (11. Dezember 2025)

3 Die DryCool-Technologie von Siemens Healthineers integriert ein geschlossenes Magnetdesign, das für die magnetische Kühlung über die gesamte Lebensdauer eines MRT-Systems nur 0,7 Liter flüssiges Helium, und damit kein Quenchrohr benötigt. Durch die kompakte Bauweise ermöglicht sie eine flexiblere Installation und unterstützt einen nachhaltigen sowie kosteneffizienten Betrieb.

Anbieter

Siemens Healthineers

Ludwig-Erhard-Str. 12
65760 Eschborn
Deutschland

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