Universitätsmedizin Mannheim: Neue Krankenhausapotheke in Betrieb genommen


Die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat den Neubau ihrer Apotheke in Betrieb genommen. Innerhalb von nicht einmal anderthalb Jahren entstand seit Spätsommer 2009 ein Gebäude, das heutigen Anforderungen an eine moderne Krankenhausapotheke in besonderer Weise entspricht. Die Kosten des Neubaus Apotheke in Höhe von rund 22 Mio. € wurden - ergänzt durch einen veritablen Eigenanteil - über das Konjunkturprogramm von Bund und Land finanziert.
Das Architekturbüro Bayer & Strobel aus Kaiserslautern achtete auf eine Bauweise, die sich dem angrenzenden, unter Denkmalschutz stehenden Park und den umliegenden Gebäuden harmonisch anpasst. Das "Innenleben" bietet auf rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche viel Spielraum für eine übersichtliche Lagerung des Sortiments, aber auch Reinräume, in denen bestimmte Präparate - die beispielsweise in der Chemotherapie zur Krebsbehandlung angewendet werden - individuell zubereitet werden. Zusätzliche Herausforderung für die Architekten war es, ergänzend die Unterbringung eines Rechenzentrums zu planen.
Die bisherige Apotheke war 1961 in Betrieb genommen worden. Dem Neubau ist ein ehemaliges Gebäude der Hautklinik gewichen, es wurde abgerissen. Ursprünglich sollte sich der Neubau einer Apotheke einem anderen großen Bauvorhaben der Universitätsmedizin Mannheim anschließen - damit wäre es erst in rund drei Jahren realisiert worden. Doch profitierte das Vorhaben von dem Konjunkturprogramm, das Bund und Land 2009 aufgelegt hatten, und so wurde es früher als geplant realisiert.
Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hatte im März 2009 über die Projekte entschieden, die im Rahmen des "Investitionsschwerpunktes Infrastruktur Krankenhäuser" mit insgesamt 155 Mio. € gefördert werden - dazu gehörte auch das von der Universitätsmedizin Mannheim vorgeschlagene Projekt Apotheken-Neubau.
Der engmaschige Zeitplan stellte eine große Herausforderung für die Bauleitung und für die Bau-Verantwortlichen der UMM dar: Mitte Oktober 2011 gaben sie nach Abschluss des Architektenwettbewerbs den Startschuss für das Projekt und sorgten für so zügige wie reibungslose Bauarbeiten - und zwar parallel zu einem weiteren großen Neubau, der in circa einem Jahr seiner Bestimmung übergeben werden soll, ein neues, mehrgeschossiges OP-Zentrum.
In der Krankenhaus-Apotheke des Mannheimer Universitätsklinikums sind über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Spektrum der dort verfügbaren Arzneimittel umfasst rund 1.200 Präparate - eine Zahl, die übrigens unter der einer "klassischen" Apotheke liegt, weil eine Arzneimittelkommission festlegt, welche Produkte welches Herstellers üblicherweise Verwendung finden. Zu den Aufgaben einer Krankenhaus-Apotheke gehören insbesondere die Beschaffung von Arzneimitteln und die Belieferung der Stationen, die Herstellung patientenspezifischer Medikamente, beispielsweise für Patienten mit Tumor- oder Hauterkrankungen, die Ausgabe von Labordiagnostika und Forschungs-Chemikalien sowie die Beratung von Ärzten und Pflegekräften in pharmakologischen Fragen.
Statt des etwas in die Jahre gekommenen großen goldenen Schlüssels als Symbol der Inbetriebnahme überreichten Geschäftsführung und Architekten dem neuen "Hausherrn" eine Darstellung des Äskulap-Stabes. Dieser von einer Schlange, einer Natter, umwundene Wanderstab des in der griechischen Mythologie beschriebenen Gottes und meisterlichen Arztes Äskulap (Asklepios) gilt als Symbol der Heilkunde und insbesondere auch der Pharmazie.
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