10.07.2026 • News

Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung vergeben

Die Deutsche Herzstiftung hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DGPR) den Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung vergeben.

Prof. Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Herzstiftung / Past-Präsident...
Prof. Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Herzstiftung / Past-Präsident der DGPR, Dr. rer. nat. Julia Schönfeld, Dr. med. Bastian Schrader, Dr. med. Berkan Kurt, Dr. Eike Langheim, Präsident der DGPR
© DGPR

Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und würdigt herausragende wissenschaftliche Beiträge zur kardiovaskulären Prävention und Rehabilitation. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der DGPR-Jahrestagung in Potsdam. Die Forscherinnen und Forscher der drei von einem Gutachtergremium am höchsten bewerteten Forschungsarbeiten wurden nach Potsdam eingeladen und stellten Ihre Forschungsleistung noch einmal einer ausgewählten Wissenschaftskommission in Kurzvorträgen vor. Die Kommission entschied aufgrund der Vorträge über die Preisreihenfolge. Die Verleihung wurde gemeinsam von Dr. Eike Langheim, Präsident der DGPR und Professor Dr. Bernhard Schwaab, Past-Präsident der DGPR, Vorstandsmitglied der Herzstiftung vorgenommen.

Den ersten Preis mit einer Dotation von 6.000 Euro erhielt Dr. med. Bastian Schrader, Universitätsklinik für Innere Medizin- Kardiologie, Klinikum Oldenburg, für seine Arbeit „My-3F – Fit & Fun mit Fußball nach Myokardinfarkt“.

Das Projekt setzt auf einen besonderen Ansatz in der Bewegungstherapie: Fußball als motivierendes, gruppenbasiertes Trainingsangebot für Herzpatienten. Bewegung, Freude und soziale Einbindung werden gezielt miteinander verbunden, um Rehabilitation nachhaltig zu unterstützen.

Der zweite Preis mit einer Dotation von 3.000 Euro ging an Dr. med. Berkan Kurt, Medizinische Klinik I - Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Aachen, RWTH Aachen, für seine Forschungsarbeit „C-reactive protein and cardiovascular risk in the general population“. Die Arbeit untersucht hsCRP als Marker für stille, chronische Entzündungen. Die Ergebnisse zeigen: Erhöhte hsCRP-Werte können auch bei Menschen ohne bekannte Herzerkrankung mit einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse verbunden sein – und damit künftig zu einer gezielteren Risikoeinschätzung beitragen.

Den dritten Preis mit einer Dotation von 1.000 Euro erhielt Dr. rer. nat. Julia Schönfeld, Lehrstuhl und Poliklinik für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie, Technische Universität München für ihre Studie „Long-Term Changes in Ventricular Function in Recreational Marathon Runners“. Die ausgezeichnete Langzeitstudie untersuchte, wie sich intensives Ausdauertraining auf das Herz auswirkt. Die Ergebnisse zeigen: Kurzfristige Belastungsreaktionen waren messbar – langfristige funktionelle Schäden hingegen nicht nachweisbar.

Der Wissenschaftspreis ist nach seinen Stiftern Kurt und Erika Palm benannt. Aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen mit Herzerkrankungen entschied sich das Ehepaar, einen Preis zu stiften.

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