Aufgaben der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie
Die Kommission am Robert Koch-Institut thematisiert notwendige Standards, geeignete Rahmenbedingungen sowie Umsetzungshindernisse einer sachgerechten antimikrobiellen Therapie.
Dr. Wiltrud Probst, Kliniken Landkreis Heidenheim, PD Dr. Dr. Katja de With, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts (RKI) ist im Verlauf der nächsten Jahrzehnte mit einem deutlichen Anstieg der Bedeutung von Infektionskrankheiten zu rechnen. Die Versorgung der Bevölkerung sieht sich diesbezüglich mit den Herausforderungen der Diagnostik und Therapie seltener sowie multiresistenter Erregern, einer modernen Medizin, dem demographischen Wandel sowie mit zunehmenden Reise-, Migrations- und Fluchtbewegungen und dem Klimawandel konfrontiert. Dem fachgerechten Gebrauch von Antiinfektiva kommt somit eine wichtige Rolle zu, um der Entstehung und Weiterverbreitung von resistenten Erregern vorzubeugen. Die Globalisierung führt seit Jahren zu Lieferunterbrechungen notwendiger Antiinfektiva und gefährdet die Umsetzung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART). Es ist notwendig, den Bedarf für Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie an infektionsmedizinischem Fachpersonal, aber auch den Bedarf an Handlungsempfehlungen mit dem Ziel eines sachgerechten Einsatzes von Antiinfektiva, an versorgungsrelevanter Forschung und Anforderungen an infektions-epidemiologischer Surveillance nicht nur zu identifizieren, sondern diesen zu benennen und Voraussetzung bzw. Rahmenbedingungen zu formulieren.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen zu allen relevanten Themen des stationären Gesundheitswesens. Außerdem erhalten Sie regelmäßig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenMeist gelesen

Bluttest gibt Einblicke in Hirnschäden nach Schlaganfall
Wie lässt sich der Schweregrad eines Schlaganfalls im Blut ablesen? Im Interview erklärt Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Tiedt was der Biomarker Brain-derived Tau für Diagnostik, Therapie und klinische Praxis bedeutet.

Cyberresilienz für Krankenhäuser durch Krisenübungen
Kliniken werden immer wieder Opfer von Cyberangriffen. Mit Krisenübungen lassen sich Schäden reduzieren.

Effizienzsprung: Automatisiertes Textilmanagement im UKR
Das Universitätsklinikum Regensburg senkt mit automatisierten Ausgabesystemen und Pooldienstkleidung deutlich Nachkäufe und logistischen Aufwand.

Fiege erweitert Healthcare-Standort in Münster
Es entsteht in direkter Nachbarschaft zum bereits bestehenden Healthcare-Standort des Unternehmens.

Gelnägel im Gesundheitswesen: Risiko für Patienten?
Künstliche Fingernägel sind im Gesundheitswesen mit einer höheren mikrobiellen Besiedlung verbunden.





