Biofilme – tückische Reservoire für Gram-negative Erreger
Die Biofilmbildung Gram-negativer Erreger stellt eine große Herausforderung dar, die stetig intensive wissenschaftliche und krankenhaushygienische Anstrengungen erfordert.
Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner, Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit, Universität Bonn

Anfang der Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts häuften sich Literaturberichte über den Nachweis von Gram-negativen Mikroorganismen in Desinfektionsmitteln, ohne dass dies durch experimentelle Untersuchungen zur Steigerung der Desinfektionsmitteltoleranz hätte erklärt werden können. Trotz Einsatz von Desinfektionsmitteln gelang es nicht, entsprechend kontaminierte meist wasserführende Systeme zu sanieren. Irritierend war die Persistenz derartiger Mikroorganismen über Jahre in Wasser- und Abwasserführenden Systemen. Erste wissenschaftliche Arbeiten unter Nutzung von Rasterelektronenmikroskopen (REM) von Costerton et al. beschrieben die Existenz von extrazellulären polymeren Schleimen auf wasserüberströmten Oberflächen.
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