Das Gebot der Stunde: Political Impact Management
Kliniken bewegen sich im intensiven Wettbewerb und sind gleichzeitig eng reglementiert. Strategisches und unternehmerisches Gestalten wird zur Führungsaufgabe.
Prof. Dr. Christoph Rasche, Universität Potsdam, Caroline Braun von Reinersdorff, Hochschule Osnabrück
Kliniken agieren heute in zwei Systemen: im medizinisch-ökonomischen Markt und im politisch regulierten nicht-Markt. Während Qualität und Effizienz das operative Geschäft bestimmen, legen externe Akteure zentrale Rahmenbedingungen wie Leistungsgruppen, Investitionsmittel, Personaluntergrenzen, Ambulantisierung fest. Wer auf dieser Ebene nicht aktiv mitdiskutiert, muss die Entscheidungen anderer akzeptieren. Political Impact Management umschreibt die Fähigkeit und Ausrichtung, diese Ebene bewusst zu gestalten. Dies geschieht in einem Prozess, der Stärken, Position und Mehrwert der Kliniken als Argumente und Leitmotive ins Feld führt. Medizinische Exzellenz allein reicht nicht mehr aus, wenn politische Entscheidungen die Entwicklungsoptionen bestimmen.
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