Ein Mini-Implantat für bessere Sicht
Ein neues Hydrogel-Implantat aus dem Labor könnte Keratokonus behandeln, die Hornhaut stabilisieren und Spendergewebe künftig ersetzen

Wenn die Hornhaut am Auge stark geschädigt ist, bleibt oft nur eine Transplantation – doch Spendergewebe ist rar. Ein Forscher an der ETH Zürich entwickelt nun ein Implantat, das diese Lücke schließen und Menschen ihre Sehkraft zurückgeben könnte.
Millionen Menschen weltweit leiden an Keratokonus – einer fortschreitenden Augenerkrankung, bei der sich die Hornhaut ausdünnt und vorwölbt. In schweren Fällen bleibt oft nur eine Hornhauttransplantation.
Das Projekt Augel setzt hier an: ETH Pioneer Fellow Shuo Li entwickelt ein weiches Hydrogel-Implantat, das die Hornhaut stabilisieren und die Sehkraft verbessern soll. Das Implantat kann vollständig im Labor hergestellt werden, ist kostengünstig und lässt sich in bestehende laserchirurgische Verfahren integrieren.
Erste Tests im Labor und an Tiermodellen verliefen vielversprechend. Als Nächstes soll die Methode erstmals in einer klinischen Studie am Menschen getestet werden.
(Video: Nicole Davidson (Videoproduktion), Helena Klein (Animation), ETH Zürich)











