Fast-Track-Nephrektomie im Zeitalter der Robotik
Der Quadratus-Lumborum-Block etabliert sich als Schlüsselfaktor im Fast-Track-Konzept der roboterassistierten Nephrektomie mit schneller Mobilisation.
Dr. Lena Reese, Dr. Johannes Herrmann, Dr. Christian Markus, Priv.-Doz. Dr. Maximilian Kippnich, Prof. Dr. Patrick Meybohm und Priv.-Doz. Dr. Charis Kalogirou, Universitätsklinikum Würzburg
Roboterassistierte Nephrektomien mit dem Da-Vinci-System haben sich als Standardverfahren in der modernen Urologie etabliert. Im Gegensatz zu offenen Operationstechniken bieten roboterassistierte Verfahren bedeutende Vorteile: Minimalinvasive Zugangswege ermöglichen kleinere Schnitte, ein geringeres Gewebetrauma und bessere kosmetische Ergebnisse. Die Operation kann darüber hinaus mit höherer Präzision und geringerem Blutverlust erfolgen. Eine enge Verzahnung von chirurgischem und anästhesiologischem Vorgehen im perioperativen Umfeld ist notwendig, um das Behandlungspotential voll auszuschöpfen und eine schnellere Erholung zu erzielen. Spezifische Anforderungen an die anästhesiologische Strategie umfasst eine effektive Schmerztherapie, zügige Rückkehr zu einer suffizienten Atmung und frühestmögliche Mobilisation. Im Rahmen strukturierter Fast-Track-Programme rückt dabei die Regionalanästhesie zunehmend in den Fokus. Insbesondere der Quadratus-Lumborum-Block (QLB) hat sich als wirksames Verfahren für dieses operative Setting erwiesen.
Inhalt:
- Analgesie als intra- und postoperative Herausforderung
- Wirkprinzip und Vorteile des Quadratus-Lumborum-Blocks
- Integration des QLB in den Fast-Track-Behandlungspfad
- Retroperitoneoskopischer Zugang: Anatomische QLB-Synergie
- Klinische und ökonomische Effekte bei Einsatz des QLB
- Anforderungen an Personal, Ausbildung und Standardisierung
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