MRSA bei Mensch und Tier – was zeigen aktuelle Entwicklungen?
Ein One-Health-Ansatz ist weiterhin geboten, um die Bedeutung an Übertragungen von multiresistenten Erregern aus dem Nutztier- in den Kliniksektor zu bewerten.
Dr. med. vet. Christiane Cuny Robert Koch-Institut, Wernigerode und Prof. Dr. med. Robin Köck, Klinikum Ingolstadt GmbH

Die Epidemiologie multiresistenter Erreger (MRE) befindet sich in einem Wandel. Für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), einem der meistbeschriebenen MRE, nimmt die Gesamtzahl der nosokomialen Infektionen erfreulicherweise deutschlandweit seit Jahren ab. Unabhängig davon wurde in Europa seit 2003 gehäuft über das Vorkommen von MRSA in anderen Bereichen, insbesondere dem Nutztiersektor, berichtet. Diese „Livestock-assoziierten“ MRSA (LA-MRSA) wurden vornehmlich mit der Tiermast (Schweine, Wirtschaftsgeflügel, Rinder) in Verbindung gebracht; spätere Studien beschrieben die Bedeutung dieser LA-MRSA auch für humanmedizinische Einrichtungen. In welche Richtung erfolgte die epidemiologische Entwicklung für diese besonderen MRSA-Subtypen innerhalb der letzten Jahre?
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