Stress und kognitive Überlastung im OP-Saal
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS entwickelt Methoden, um Stress und kognitive Belastung bei sicherheits- und gesundheitskritischen Tätigkeiten frühzeitig zu erkennen.
Dr. Nadine Lang-Richter, Medizinische Datenanalyse und Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Thomas Wittenberg, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen
In der Chirurgie kann die Erfassung und Verarbeitung von Biosignalen mittels Sensoren und KI nicht nur die Qualität der Operateure verbessern, sondern auch die Patientensicherheit erhöhen. Forscher am Fraunhofer IIS in Erlangen arbeiten an einem System, das Fachkräfte bei komplexen Tätigkeiten in unterschiedlichen Anwendungen oder Situationen unterstützt und dabei ihre kognitive Belastungsgrenze berücksichtigt. Die meisten kennen es: Ist die metaphorische Ampel erstmal auf „Rot“, kommt es zu Entscheidungsfehlern und Kommunikationsproblemen. Besser ist es, frühzeitig gegenzusteuern, solange die Ampel noch auf „Gelb“ steht. Denn sind Stresslevel und kognitive Belastung einmal im roten Bereich angekommen, sind nicht nur Konzentration und Fokus herausgefordert, auch die Handlungsspielräume sind begrenzt.
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