Closed Loop Medication Management
Die Asklepios Kliniken Hamburg entscheiden sich für Medikationslösung von Meierhofer.

Die Meierhofer AG digitalisiert mit M-Medikation[1] den gesamten klinischen Medikationsprozess. Damit hebt das Unternehmen diesen Hochrisikobereich auf den derzeit höchsten Sicherheitsstandard eines Closed Loop Medication Managements[2]. In enger Zusammenarbeit mit den Asklepios Kliniken Hamburg entstand eine Lösung, die etwa Unit‑Dose‑Anbindung, Kommissionierung, Arzneimittelrecherche und Medikationschecks ermöglicht. Am europaweit größten privaten Klinikverbund an einem Standort ist M-Medikation bereits im Einsatz. Besonders die übersichtliche Stellliste und die nahtlose Integration der ärztlichen Verordnung in die neue digitale Kurve hat die Anwendenden überzeugt. Klar strukturierte Cockpits sorgen hier für ein digitales Arbeitsumfeld ohne Ablenkung.
Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e. V. (ADKA) benannte das Closed Loop Medication Management zu seinem strategischen Hauptziel.[3] Mit Meierhofer setzen Kliniken diese ambitionierte Arzneimittelstrategie zum Schutz von Patient*innen und Fachpersonal leicht um. Mit M-Medikation gelingt die systematische Qualitätssicherung des Medikationsprozesses von der Aufnahme der Patient*innen bis zu ihrer Entlassung. Sie harmonisiert medikationsrelevante Prozessschritte wie Verordnung, pharmazeutische Vidierung, das Stellen inklusive robotikunterstützte Kommissionierung sowie die Gabe am Bett.
„Unsere Lösung bringt eine hohe Informationsdichte mit und bleibt dennoch verständlich in der Anwendung. Die durchdachte Nutzerführung macht die Medikation zum digitalen Erlebnis. M-Medikation ist eine eindrucksvolle Entwicklungsleistung in enger Zusammenarbeit mit Kliniker*innen unserer Kunden. Der hohe Einsatz der Apothekerinnen und der Pflege bei Asklepios Hamburg hat mich begeistert“, fasst Alexander Bernsmeier, Teamleiter Produktmanagement bei der Meierhofer AG, zusammen.
Leichte Entscheidungen im komplexen Medikationsprozess
Der Verordnungsprozess in M-Medikation beginnt komfortabel: Per Medikationschecks prüft das System Arzneimittelverordnungen auf bekannte Allergien, Kreuzallergien, Wechselwirkungen und Kontraindikationen. Ist eine Rückversicherung nötig, klären Arzneimittelinformationen die Ärzt*innen schnell auf. Angebundene Datenbanken (Pädiatrie, Schwangerschaft, Dosierung bei Nieren- und Leberinsuffizienz) liefern Expertenwissen und die automatische Prüfung auf Teilbarkeit ist ein weiterer Faktor für Sicherheit im Verordnungsprozess.
ie digital gestützte Arzneimittelsubstitution vereinfacht das Umstellen der Hausmedikation auf die in der Klinik verfügbaren Präparate der Hausliste. Kommt etwa ein*e Patient*in in die Aufnahme, wird die Medikation bei Bedarf genau auf das Präparat mit höchster Übereinstimmung auf Wirkstoff, Stärke, Darreichungsform und Indikation umgestellt. Bei unterschiedlichen Wirkstärken übernimmt die Anwendung die Umrechnung auf die angepasste Dosierung. Auch komplexe Arzneimittelsubstitutionen, wie die Umstellung von Kombi- auf Monopräparate oder die Berücksichtigung kundenindividueller Äquivalenzdosistabellen werden unterstützt. Einen echten Gewinn für die Ärzteschaft stellen die strukturierten Verordnungsvorlagen dar. Direkt aus der Verordnung heraus, geprüft und freigegeben, beschleunigen sie die Routine.
„Die Einführung von M-Medikation ist mittlerweile etabliert und sowohl von ärztlichen als auch pflegerischen Mitarbeiter*innen sehr gut angenommen worden. Die Funktionalität, z. B. vergleichsweise wenig Klickstrecken und die Optik werden immer wieder hervorgehoben“, fasst Sven von Allwörden-Eder, Pflege-Controller bei Asklepios Hamburg, zusammen.
Unit-Dose-Medikation: Konzertierte Kommissionierung mit Leichtigkeit
Die Klinikapotheke der Asklepios Kliniken Hamburg übernimmt die Regelversorgung der sieben Akutkliniken und diverser externer Kliniken. Mit ihrer Unit-Dose-Versorgung der sechs Akutkliniken ist sie eine der modernsten Klinikapotheken Deutschlands.
M-Medikation bietet Stationsapotheker*innen wichtige Funktionen für eine patientenindividuelle Arzneimitteltherapie, wie den integrierten Apothekenarbeitsplatz oder das Kommissionierungsmodul mit Anbindung an die Kommissionierautomaten. Sie führen ihre strukturierte Medikationsanalyse anhand der Medikationschecks sowie der Prüfung auf Teilbarkeit durch. Die Apothekervidierung wird direkt an der Verordnung vorgenommen und qualifiziert nach Apothekenrecht für die anschließende robotikunterstützte Kommissionierung der Medikation.
Eine Stationsapothekerin in Asklepios Nord gibt einen Einblick in die Lösung: „Im Apothekenarbeitsplatz erleichtert der Absprung in die Kurve meine Arbeit besonders, da ich in der Medikationskurve sämtliche Informationen auf einen Blick finde, die ich für die Beurteilung der Medikation benötige. Beim Vidieren der Medikation direkt in der Kurve unterstützen mich die Medikationschecks. Hier gefällt mir das Bestätigungskonzept besonders, da es vermeidet, dass AMTS-Meldungen doppelt bearbeitet werden müssen. Durch die Integration der Medikation und des Apothekenarbeitsplatzes in das KIS-System hat sich für mich auch die berufsgruppenübergreifende Kommunikation im System mit Pflegekräften und Ärzten deutlich verbessert.“
Kommissionierte Arzneimittel werden automatisch an das Materialwirtschaftssystem übergeben und bilden die Basis für Verbuchung, Nachbestellung und Rechnungslegung. Durch die Fraktionierung lässt sich die Verordnung im Hinblick auf Arzneimittelverfügbarkeit und bestmögliche Stückzahl auf die Unit-Dose-Medikation anpassen. Die Blisterverpackungen bringen weiter Sicherheit und Komfort in den Stell- und Gabeprozess.
Der Kreis schließt sich: Die Pflege fühlt sich sicher
Als integriertes Kurvensegment visualisiert die neue Stellliste in ihrer klaren Ästhetik das Fluid- und Infusionsmanagement und macht außerdem noch die Arzneimittelsubstitution und die Fraktionierung optisch nachvollziehbar.
Mit dem Tageszähler kann die Pflege die Laufzeit der Antiinfektiva überwachen. Bolusgaben sowie Laufraten lassen sich in der Liste dokumentieren. Wurde ein Medikament substituiert oder das Mischverhältnis geändert, erscheint ein Icon in der Stellliste. In der Gabenbearbeitung sieht die Pflege ein Bild des entsprechenden Medikaments und kann sich digital rückversichern bevor sie das Medikament verabreicht. Sie erfährt auch, ob sich Verordnungen bereits gestellter und gegebener Medikamente spontan geändert haben. Mischinfusionen eindeutig bestimmen zu können, ist ein Wunsch der Pflege, den Meierhofer mit dem integrierten Druck- und Scan-Workflow inklusive Etikettendruck erfüllt hat. Mit der Gabe per Scan und der nachfolgenden Dokumentation schließt das Unternehmen die Closed Loop Medication.
Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte und Vertrieb bei der Meierhofer AG, rät jeder Klinik zu M-Medikation: „Wer an durchgängigen Prozessen unterstützt durch IT-Anwendungen spart, riskiert am Ende die Gesundheit der Patienten*Innen. Mit unserer Lösung bringt jedes Haus Qualität in seinen Medikationsprozess und zeigt Verantwortung für Patient*innen und Mitarbeitende. Auch ohne Blister-Automaten oder große Klinikapotheke ist M-Medikation ein Gewinn für die Arzneimitteltherapie. Für moderne Maximalversorger und Schwerpunktversorger sollte Closed Loop Medication Management Pflicht sein. Mit unserer Lösung wird daraus erst eine wirklich runde Sache. Mit M-Medikation behauptet sich Meierhofer erneut im Hochleistungssegment der Fachlösungen für die klinische Versorgung.“
Eine Digital Nurse der Asklepios Kliniken Hamburg betont, dass der neue Medikationsprozess ein gelungenes Beispiel für die Weiterentwicklung eines Systems sei: „Anwenderorientiert, klar strukturiert und mit dem Anspruch, klinische Prozesse nicht nur funktional abzubilden, sondern im Alltag spürbar zu erleichtern.“
Moderne Lösung im Container
M-Medikation ist webbasiert, cloud-ready und kommt als containerisiertes Modul mit Cutting-edge-Funktionalitäten in die Kliniken. Das bedeutet Updates ohne Downtime: Die Aktualisierung der Software in diesem kritischen Bereich benötigt nur noch Sekunden und betrifft nicht das gesamte KIS, sondern lediglich das Medikations-Modul. So punktet M-Medikation auch bei IT-Verantwortlichen.
[1] M-Medikation ist ab Version 4.x.x als Medizinprodukt zertifiziert. Hersteller: Meierhofer Medizintechnik GmbH, Einsteinring 30, 85609 Aschheim, Deutschland; Niederlassung: Emilienstr. 15, 04107 Leipzig, Deutschland
2 Quelle: Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e. V., https://www.adka.de/adka/adka-ziele/clmm, 2021, oder auch HIMSS EMR Adoption Model (EMRAM)
3 ebenda










