09.07.2026 • News

DGPR verleiht Peter-Beckmann-Medaille an Martin Vestweber

Die Auszeichnung würdigt den unermüdlichen Netzwerker der Herz-Kreislauf-Medizin und seine großen Verdienste um Patientenaufklärung und Forschungsförderung.

(v.l.n.r.): Dr. med. Melanie Hümmelgen (1. Vizepräsidentin), Martin...
(v.l.n.r.): Dr. med. Melanie Hümmelgen (1. Vizepräsidentin), Martin Vestweber, Dr. med. Eike Langheim (Präsident), Dr. med. Norbert Henke (2. Vizepräsident).
© Intercongress, T. Tanzyna

Martin Vestweber (64) wurde im Rahmen der 52. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) die Peter-Beckmann-Medaille für sein Lebenswerk verliehen. Der vormalige Geschäftsführer der Deutschen Herzstiftung und Deutschen Stiftung für Herzforschung (2004 – 2025) erhielt die mit der Ehrenmitgliedschaft verbundene Auszeichnung in Anerkennung seines herausragenden, langjährigen Engagements für die Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen.

„Martin Vestweber hat in leitender Funktion über zwei Jahrzehnte hinweg die beeindruckende Entwicklung der Deutschen Herzstiftung zur größten deutschen Patientenorganisation im Herz-Kreislauf-Bereich entscheidend mitgeprägt. Parallel dazu hat er sich als Geschäftsführer der von der Herzstiftung 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung für die Förderung der patientennahen Herz-Kreislauf-Forschung eingesetzt. Im nationalen Netzwerk der modernen Herz-Kreislauf-Medizin nimmt die Deutsche Herzstiftung als Sprachrohr zur Öffentlichkeit heute zweifellos die Schlüsselrolle bei der Aufklärung über die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein“, so DGPR-Präsident Dr. med. Eike Langheim in seiner Laudatio über den Preisträger.

Im Rahmen der intensiven, über viele Jahre gewachsenen Zusammenarbeit zwischen DHS und DGPR wurden in jüngster Vergangenheit auch einige wichtige Projekte der DGPR ganz oder per Anteilsfinanzierung unterstützt, wie bspw. die „Herzgruppen-Studie“ zu möglichen Komplikationen während der Trainingstherapie, die „CROS-Updates (Cardiac Rehabilitation Outcome Study)“ zur Evaluation der multimodalen Rehabilitation nach akutem Koronarsyndrom bzw. koronarer Bypass-OP (CROS III) und für an Herzinsuffizienz erkrankte Menschen (CROS-HF II) oder die „Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung der kardiologischen Rehabilitation von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)“. Seit 2018 vergibt die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der DGPR den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung. Bereits seit 2012 wird der Deutsche Herzbericht als sektorenübergreifende Versorgungsanalyse der Kardiologie, Herzchirurgie und Kinderherzmedizin in Deutschland federführend von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit den wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften für Kardiologie (DGK), für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), für Kinderkardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) und für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) jährlich herausgegeben. In der 2023 gegründeten Nationalen Herz-Allianz (NHA) engagieren sich diese und weitere herzmedizinische Fachgesellschaften Deutschlands wie der Bundesverband niedergelassener Kardiologen (BNK) und die Arbeits¬gemein¬schaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte (ALKK) mit der DHS als Patientenvertretung gemeinsam für eine Verbesserung von Forschung und Versorgung im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Über das European Heart Network (EHN) forcierte Vestweber zudem die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Die besonderen Verdienste Vestwebers wurden jüngst auch von anderen Fachgesellschaften gewürdigt. Zu den anlässlich seines Ausscheidens bei der Herzstiftung erhaltenen Auszeichnungen gehören die Bruno-Kisch-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) sowie die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG).

Peter-Beckmann-Medaille

Die Peter-Beckmann-Medaille als höchste, mit der Ehrenmitgliedschaft verbundene Auszeichnung der DGPR ist benannt nach dem Arzt Dr. Peter Beckmann (* 1908; † 1990), Sohn des berühmten Malers Max Beckmann. Beckmann hatte Anfang der 1950-er Jahre das Prinzip der Aktivierung chronisch Herzkranker in Deutschland entwickelt und damit der Bewegungstherapie zum Durchbruch verholfen. Als einer der Urväter der 1958 aus der Taufe gehobenen Vorläufer-Organisation, dem „Verein für Rehabilitation“, begründete er auch die Geschichte der DGPR.

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