Klinikum Wetzlar: OP-Neubau geht in Betrieb


Der Operationstrakt am Klinikum Wetzlar wurde um drei hochmoderne Operationssäle erweitert.
„Wir freuen uns, dass die Säle jetzt in Betrieb gehen können“, sagte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei der offiziellen Eröffnung. „Wir haben das OP-Spektrum in den letzten Jahren ausgeweitet, so dass es notwendig war, den Operationstrakt zu erweitern.“
Am Klinikum Wetzlar werden rund 13.000 Operationen im Jahr durchgeführt. Die Komplexität der Eingriffe und mit ihr die Dauer von Operationen ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Daher war es erforderlich, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Insgesamt stehen jetzt neun OP-Säle und zwei Eingriffsräume am Klinikum Wetzlar zur Verfügung. Gleichzeitig wurde der bestehende OP in Teilabschnitten saniert. Insgesamt haben die Lahn-Dill-Kliniken in die diese Baumaßnahmen rund 12 Millionen Euro investiert.
„Mit dem Neubau und der Modernisierung des OPs wird die Versorgungsqualität im Lahn-Dill-Kreis nachhaltig gesichert“, sagte Wolfgang Schuster. „Wir setzen auf Spitzentechnologie und sind stolz darauf, dass wir modernste Möglichkeiten zur Behandlung unserer Patienten einsetzen können.“
Alle neuen OP-Säle sind mit modernster Technik ausgestattet. Ein Highlight ist das integrierte Video-Audio-Managementsystem. Dazu gehören Großbildschirme zur Darstellung von Röntgenbildern, CT- und MRT-Aufnahmen. „Zusätzlich installierte OP-Monitore zeigen außerdem das OP-Gebiet in Großaufnahme. Dies ermöglicht auch Live-Übertragungen aus dem OP-Saal in das neue Konferenzzentrum am Klinikum Wetzlar“, erklärt Wolfgang Löhmann, OP-Manager am Klinikum Wetzlar. In den OPs wurden TAV-Decken (Turbulenzarme Verdrängungsströmungs-Decken) eingebaut. Diese halten den Arbeitsbereich durch eine spezielle Belüftung keimfrei, so dass die Säle den hohen Anforderungen der DIN-Raumklasse 1a entsprechen.
„Der Neubau, der eine Nutzfläche von rund 600 Quadratmetern umfasst, fügt sich in das Struktur- und Entwicklungskonzept des bestehenden OPs ein“, erklärt Alexander Will, Leiter Bau und Technik der Lahn-Dill-Kliniken.
Der neue Erweiterungsbau, welcher ein kleiner Teil der Gesamtsanierung der Funktionsgeschosse des Hauptgebäudes ist, wurde auf Säulen über zwei Geschosse gebaut und schließt mit einem Versorgungsflur an die bereits bestehenden OP-Säle an. Durch eine spezielle Anordnung der Stützen, die den Baukörper tragen, ist gewährleistet, dass die Liegendkrankenzufahrt im Erdgeschoss gut erreichbar sein wird.
„Die Fassade ist mit großen Glasflächen versehen, durch den ein Tageslichtbezug für die angebauten Säle ermöglicht wird“, so Karina Diemer, Sachgebietsleiterin Bau und zuständige Projektleiterin. „Zur Wärmeregulierung werden, neben der raumlufttechnischen Anlage, Sonnenstand-geregelte Lochblechlamellen eingesetzt. Diese passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an.“
Die Gebäudefassade wurde mit Metallkassetten verkleidet und so in die Bestandsfassade optisch eingegliedert. Insgesamt ist der Anbau 16 Meter hoch. Die drei neuen OP-Säle haben je eine Nutzfläche von rund 51 Quadratmetern. Der Neubau ist so ausgelegt, dass eine weitere Erweiterung um einen vierten OP bei Bedarf rasch umsetzbar ist.
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