Medizinische Entscheidungen, Zeitdruck und menschliche Ausnahmesituationen treffen aufeinander
In der Zentralen Notaufnahme entscheidet sich oft innerhalb weniger Minuten, wie es für schwer erkrankte oder verletzte Menschen weitergeht. Seit Kurzem trägt Dr. Sonja Römer (43) die medizinische Verantwortung für diesen sensiblen Bereich im St.-Josefs-Hospital Cloppenburg.

Die Fachärztin für Innere Medizin mit den Zusatzbezeichnungen Notfall- und Intensivmedizin kennt die Dynamik der Akutmedizin aus vielen Perspektiven. „Die Notaufnahme ist ein besonderer Ort im Krankenhaus“, sagt sie. „Hier treffen medizinische Entscheidungen, Zeitdruck und menschliche Ausnahmesituationen unmittelbar aufeinander. Umso wichtiger ist es, dass Patienten schnell die richtige Behandlung bekommen und sich gleichzeitig gut aufgehoben fühlen.“
Aufgewachsen im Münsterland studierte sie Medizin am Universitätsklinikum Münster, wo sie auch ihre Facharztausbildung absolvierte. Anschließend zog es sie nach Berlin. Dort arbeitete sie fünf Jahre lang als stellvertretende Ärztliche Leitung des Rettungsdienstes des Landes Berlin und war unter anderem für Qualitätsfragen in der Notfallversorgung einer Millionenstadt mitverantwortlich. Gleichzeitig war sie regelmäßig als Notärztin im Einsatz und erlebte die Akutmedizin direkt vor Ort bei Patientinnen und Patienten.
Nach ihrer Zeit in Berlin kehrte sie in den Nordwesten zurück und sammelte weitere klinische Erfahrung in der Zentralen Notaufnahme einer Klinik in Oldenburg sowie später im St.-Marienhospital Vechta.
Ihre Arbeit prägt besonders die enge Verbindung von Notfall- und Intensivmedizin. „Viele schwer kranke Patientinnen und Patienten, die wir in der Notaufnahme versorgen, benötigen anschließend intensivmedizinische Betreuung. Diese Schnittstelle ist entscheidend für eine gute Versorgung“, sagt die Chefärztin.
Rund 20.000 Patienten werden jährlich in der Zentralen Notaufnahme des St.-Josefs-Hospitals behandelt. Das Spektrum reicht von lebensbedrohlichen Notfällen über Unfallverletzungen bis hin zu akuten Erkrankungen.
Wichtig ist Dr. Römer auch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region: „Hausärztinnen und Hausärzte sind für viele Menschen die erste und wichtigste medizinische Anlaufstelle.“ Eine gute Abstimmung zwischen ambulanter Versorgung und Krankenhaus sei entscheidend, damit Patientinnen und Patienten im richtigen Moment die passende Behandlung bekämen.
„Ich treffe hier auf ein sehr engagiertes Team und gute Strukturen“, so Dr. Römer: „Darauf können wir gemeinsam aufbauen.“















