10.10.2014 • News

Universitätsmedizin Mannheim: OP-Programm reduziert

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat im Rahmen einer Überprüfung des Mannheimer Universitätsklinikums Auffälligkeiten festgestellt. Das Klinikum wird die Hinweise auf Unzulänglichkeiten im Bereich der Aufbereitung von Instrumenten zeitnah umsetzen. Dabei geht es um die Überprüfung von Geräten, mit denen Operations-Instrumente nach ihrer Verwendung und vor der eigentlichen Sterilisierung gereinigt werden.

Diese Geräte - durchaus haushaltsüblichen Spülmaschinen vergleichbar - bedürfen laut der Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Instituts einer Validierung. Darunter ist eine Überprüfung zu verstehen, die einen exakten Aufschluss über Waschtemperatur, Reinigungsmittel und ähnliche Parameter liefert. Die Geräte wurden zwar gewartet, die Validierung wurde jedoch noch nicht flächendeckend umgesetzt. Dies wird nun nachgeholt.

Patienten wurden nach aktuellem Stand der Dinge weder gefährdet noch gar geschädigt. Damit dies so bleibt, hat das Universitätsklinikum folgende Maßnahmen ergriffen: Alle in Frage stehenden Maschinen, die keine derartige Validierung aufweisen, wurden vorübergehend außer Betrieb genommen. Dies betrifft dezentrale Geräte, die außerhalb der eigentlichen zentralen Sterilisationsabteilung betrieben werden.

Mögliche Qualitätsprobleme auf diese Weise anzugehen, führt unvermeidlich zu Kapazitätsproblemen: Deswegen wurde die Zahl der elektiven, also der planbaren Operationen reduziert. Damit wird sichergestellt, dass Notfall-Operationen und besonders dringliche Operationen durchgeführt werden können.

Das Universitätsklinikum arbeitet kooperativ mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe zusammen, um die bemängelten Umstände rasch zu beheben. Dies gilt auch für Hinweise des Regierungspräsidiums zur dokumentierten Fachkunde der mit einzelnen Arbeitsschritten befassten Mitarbeiter.

Die Anzahl der Patienten, die sich pro Jahr in der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) einem operativen Eingriff unterziehen, beläuft sich auf etwa 20.000. Dies entspricht grob gerechnet 60 pro Tag, ein Wert, der sich vorübergehend reduzieren wird.

 

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