14.09.2020 • News

Volkswagenstiftung fördert Forschung zu neuen antiviralen Wirkstoffen

Coronavirus SARS-CoV-2 Foto: Felipe Esquivel Reed; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Coronavirus SARS-CoV-2 Foto: Felipe Esquivel Reed; Lizenz: CC BY-SA 4.0

Mit bis zu 500.000 Euro fördert die Volkswagenstiftung Forschungsprojekte an deutschen Universitäten, die sich antiviralen Wirkstoffen gegen neue und wenig erforschte Viren widmen. Die neue Initiative schlägt eine Brücke zwischen risikoreicher Grundlagenforschung und praktischer Anwendung. Ein enger Kontakt der Forschungsgruppen mit interessierten Unternehmen soll helfen, schneller zur Entwicklung eines Wirkstoffs und schließlich zum Arzneimittel zu kommen – um besser gegen künftige Pandemien gewappnet zu sein.

Weltweit wird fieberhaft nach Therapeutika und Impfstoffen gegen das SARS-CoV-2-Virus gesucht. Dabei können theoretisch jederzeit weitere, bisher unbekannte Viren vom Tier auf den Menschen übertragen werden und Infektionskrankheiten – Zoonosen – auslösen. Mit ihrer neuen Förderinitiative "Virale Zoonosen - Innovative Ansätze in der Wirkstoffentwicklung" will die Volkswagenstiftung dazu beitragen, dieses Zukunftsrisiko offensiv anzugehen.

„Die Coronavirus-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf die virologische Forschungslandschaft in Deutschland," so Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der Volkswagenstiftung. „Sie verdeutlicht, dass Grundlagenforschung und Industrie noch interdisziplinärer, agiler und risikobereiter zusammenarbeiten könnten, um schnell auf zukünftige Pandemien zu reagieren. Wir wollen mit der Initiative gezielt Projekte anstoßen, die ungewöhnliche, innovative Ansätze verfolgen und neuartige Wirkstoffe ermöglichen könnten."

Die Forschungsansätze der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen bereits bei der Antragstellung ein erkennbares Anwendungspotenzial bieten und das Interesse eines Unternehmens geweckt haben. Denkbar sind Forschungsideen aus der Medizinal-, Synthese- und Biochemie, Pharmakologie, Virologie und Virusimmunologie, Veterinärmedizin, Molekular- und Strukturbiologie oder verwandten Fachgebieten. Der Stichtag für Anträge ist der 10. Dezember 2020.

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