Biobanking als strategischer Standortfaktor
Früher als reine Probensammlungen bilden Biobanken heute eine Voraussetzung für datengetriebene Medizin, Forschung und die Entwicklung neuer Therapieverfahren. Mit der Heidelberg Cell and Liquid Biobank wurde am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen eine hochautomatisierte Plattform geschaffen, die auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Dr. Nadine Volk, Patrick Amann, Jill Leciejewski und Prof. Dr. Carsten Müller-Tidow
Kliniken und Forschungsinfrastrukturen stehen zunehmend vor der Herausforderung, wachsende Probenmengen langfristig, sicher und wirtschaftlich zu lagern. Der kostenintensive Aufbau der automatisierten Biobank konnte durch eine Kooperation der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Heidelberg mit Unterstützung öffentlicher und privater Geldgeber, die alle die Relevanz für eine Professionalisierung im Biobanking erkannt haben, realisiert werden. Mit der neuen Biobankinfrastruktur wird nun nicht nur die Forschung gestärkt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Campus nachhaltig erhöht.
Die Einrichtung dient als zentrale Infrastruktur für die Verarbeitung, Lagerung und Bereitstellung von Flüssig- und Zellproben verschiedenster Fachdisziplinen. Sie unterstützt sowohl klinische Studien als auch akademische Forschungsprojekte und schafft die Voraussetzung für eine standardisierte und qualitätsgesicherte Nutzung humaner Proben.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen zu allen relevanten Themen des stationären Gesundheitswesens. Außerdem erhalten Sie regelmäßig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenMeist gelesen

Gelnägel im Gesundheitswesen: Risiko für Patienten?
Künstliche Fingernägel sind im Gesundheitswesen mit einer höheren mikrobiellen Besiedlung verbunden.

Hygiene(mängel) – zwischen Verantwortung, Haftung und Strafbarkeit
Konsequente Umsetzung der Hygienevorschriften, regelmäßige Kontrollen des Hygieneplans und laufende Fortbildung können das zivil- und strafrechtliche Risiko erheblich verringern.

Fiege erweitert Healthcare-Standort in Münster
Es entsteht in direkter Nachbarschaft zum bereits bestehenden Healthcare-Standort des Unternehmens.

Bluttest gibt Einblicke in Hirnschäden nach Schlaganfall
Wie lässt sich der Schweregrad eines Schlaganfalls im Blut ablesen? Im Interview erklärt Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Tiedt was der Biomarker Brain-derived Tau für Diagnostik, Therapie und klinische Praxis bedeutet.

Das Gebot der Stunde: Political Impact Management
Kliniken bewegen sich im intensiven Wettbewerb und sind gleichzeitig eng reglementiert.






