Digitale Gesundheitsversorgung näher am Menschen
Über die Telematikinfrastruktur (TI) sind Einrichtungen im Gesundheitswesen sicher digital verbunden. Seit einigen Jahren wachsen die Anforderungen an die Infrastruktur ständig.
Prof. Dr. Jakob Rehof, TU Dortmund, Prof. Dr. Dr. Jens Kleesiek, Universitätsklinikum Essen, Prof. Dr. Michael Kamp, TU Dortmund

Immer mehr Menschen nutzen die Anwendungen der TI, wie etwa den Kommunikationsdienst KIM, das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte (ePA). Nach Praxen, Apotheken und Krankenhäusern hat sich im letzten Jahr die Pflege an die TI angebunden. In den nächsten Jahren kommen noch viele andere Nutzende hinzu. Der Kreis der Berufsgruppen, die über die TI miteinander verbunden sind und in Zukunft sein werden, ist heterogen (vgl. Abb. „Die TI verbindet“). Ebenso vielfältig sind die Bedarfe und Abläufe, die digital gehandhabt werden wollen.
Zum einen muss die TI daher stabil sein, damit die Anwendungen mit zunehmender Datenmenge im Alltag zuverlässig laufen. Das zu gewährleisten und weiter zu verbessern, steht an erster Stelle. Zum anderen müssen die Menschen die Anwendungen komfortabel nutzen können. So, wie sie es von anderen digitalen Services in ihrem Leben auch gewohnt sind, etwa beim Online-Shopping oder Online-Banking. Denn wenn möglichst viele Menschen über die TI-Anwendungen miteinander Informationen austauschen können, entfaltet die Digitalisierung Mehrwerte.
Das bedeutet, dass der Zugang zur TI hardwareunabhängiger und damit ortsunabhängiger werden muss. Genau da setzt die TI 2.0 an. Gemeinsam mit Gesellschaftern und Partnern arbeiten die Beteiligten seit 2021 an der Weiterentwicklung der Infrastruktur fürs Gesundheitswesen. Sie ist im Wesentlichen softwarebasiert.
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