Energiemanagement im Uniklinikum Regensburg


Mit einem 24-Stunden-Betrieb an 365 Tagen im Jahr verbraucht das Universitätsklinikum Regensburg Energie, die einem jährlichen Stromverbrauch von 7.000 Einfamilienhäusern entspricht.
Ein effizientes Energiemanagement trägt dazu bei, im UKR ressourcenschonend und umweltfreundlich zu arbeiten sowie den Energieverbrauch stetig zu reduzieren. Für Christian Astner, Beauftragter für das Energiemanagement am UKR, ist das eine große Herausforderung. Denn bevor Maßnahmen zur Energieeinsparung geplant und umgesetzt werden, sind der Ort des Verbrauchs und dessen Verlauf exakt zu identifizieren. Die Datenspeicherung erfolgt dabei oft auf verschiedenen Medien, was in der Vergangenheit übergreifende Auswertungen erschwerte.
Eine neue Software für Energiemanagement schafft Abhilfe. So führte das Universitätsklinikum Regensburg vor Kurzem das „VISA Energiemanagement“ ein. „Von Beginn an überzeugten uns die Flexibilität des Systems und die Betreuung durch die Firma GIS Project. Um dennoch sicherzugehen, dass alle Anforderungen abgedeckt werden, wurde eine Pilotphase vorgeschoben, in der sich der positive Eindruck bestätigte“, so Astner.
Der Probebetrieb dauerte drei Monate. In dieser Zeit wurden Schnittstellen zu den vorhandenen Raumbuchdaten aus SAP und zur GLT eingerichtet und CAD-Daten übernommen. Es galt zunächst, das vorhandene mySQL-Datenbanksystem der GLT hinsichtlich Kompatibilität zu sichten und zu bewerten. Anschließend wurde der Datenbestand importiert und die Schnittstelle eingerichtet.
Nach vollständiger Implementierung des Systems werden die viertelstündlich abgelesenen Zählerstände automatisch an die VISA-Datenbank übergeben. Dort berechnet die Anwendung die wichtigsten Kennzahlen wie den Tagesverbrauch.
Um aussagekräftige Informationen über die Gebäude und deren Energieverbrauch verfügbar zu machen, werden die Verbrauchszählerstände und die Einspeisezählerstände summiert bzw. voneinander subtrahiert.
Mit dem Visa Dashboard Manager ist das Universitätsklinikum Regensburg in der Lage, mit wenigen Mausklicks Analysen und Auswertungen zusammenzustellen und den verantwortlichen Fachabteilungen unmittelbar zur Verfügung zu stellen. Dies schafft einen Anreiz, den Energieverbrauch dezentral zu beobachten und zu analysieren. Zusätzlich wird mit ein digitales Planwerk zur lagegetreuen Abbildung der Zähler und Anlagen aufgebaut. Neben der zusätzlichen Übersicht bringt das vor allem Transparenz in die Umlageverfahren, da so mit nachvollziehbaren Flächendaten gearbeitet werden kann.
Ein wichtiger Aspekt in der Pilotphase war die Bewertung der Auswerte- und Reportfunktionen. Hier wurden drei Möglichkeiten geboten, Daten systematisch zu analysieren und grafisch aufzubereiten: Standardreports, Visa Dashboard Manager und Microsoft PowerPivot.
Nach Ende der Pilotphase erfolgte der Umzug von Visa Energiemanagement in das Unternehmensnetzwerk des UKR. Jetzt gilt es, die neu gewonnenen Erkenntnisse in praktische Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Im nächsten Schritt erfolgt die Einbindung der Stromzähler.
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