Gezielte Behandlungsentscheidung am POC



Eine gezielte Behandlungsentscheidung wird durch schnelle Molekular-Diagnostik am Point-of-Care möglich.
Das klinische Bild von Patienten mit Verdacht auf eine respiratorische Infektion ist häufig unspezifisch, und die Unterscheidung der akuten Erreger ist schwierig. Die entsprechende Unsicherheit kann zu verzögerten Entscheidungen führen und sich negativ auf Patienten sowie die internen Arbeitsabläufe auswirken. Seit Kurzem sind neue molekular-diagnostische Plattformen erhältlich, die die Leistung einer PCR mit der Geschwindigkeit eines Schnelltests kombinieren.
Gezielte Isolation von Patienten
Häufig genügt schon ein Verdacht, und es müssen aufwendige Schutz- und Hygienemaßnahmen eingeleitet werden, um einen Ausbruch der Krankheit zu unterbinden. Die Isolation von Patienten ist kostenintensiv, und die verschärften Hygieneanforderungen können Patient wie Belegschaft belasten. Umso wichtiger ist der Zugang zu einer frühzeitigen Diagnose, um schnell und gezielt eine Behandlungsentscheidung treffen zu können.
Ergebnisse in nur wenigen Minuten
Durch die einzigartige isotherme Nukleinsäure-Amplifikations-Technologie ist Abbott‘s ID Now erheblich schneller als andere molekular-diagnostische Methoden und genauer als herkömmliche Schnelltests. Anstelle von Thermozyklen werden Enzyme verwendet, die eine schnelle Vervielfältigung ermöglichen. Selbst wenn eine Probe anfänglich nur wenige Hundert Viren oder Bakterien enthält, können diese mit ID Now in kürzester Zeit bis zu einer Billion Mal amplifiziert werden. Dadurch wird insgesamt die Nachweiswahrscheinlichkeit erhöht, was auch eine mangelhafte Probenentnahme kompensieren kann. Der Nachweis von Influenza-Viren beginnt bereits ab fünf Minuten; 95 % aller positiven Fälle werden innerhalb von sieben Minuten nachgewiesen. Der Nachweis von Streptokokken der Klasse A kann sogar bereits nach zwei Minuten vorliegen.
Der praktische Arbeitsablauf im Detail
ID Now ist die erste molekulardiagnostische Plattform, die in den USA mit dem CLIA-Waiver zertifiziert wurde. Jeder Arbeitsschritt wird dem Anwender auf dem Display per Video nachvollziehbar angezeigt. Die farbliche Kennzeichnung der Testkomponenten erleichtert die Abarbeitung. Durch die einfache Handhabung des Gerätes und der Tests ist jede Fachkraft ohne langjährige Laborerfahrung in der Lage, das Instrument zu bedienen und ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Mehr Komfort bei der Lagerung der Reagenzien wird durch eine Raumtemperaturlagerung der Tests ermöglicht. Dies ermöglicht es, die Tests sofort zu verwenden, um zeitnah und im direkten Patientenkontakt die Ergebnisse zu besprechen.
Die neue Generation von Schnelltests
Das ID Now-System von Abbott ist eine echte Point-of-Care-Plattform, die Tests mit der Geschwindigkeit eines konventionellen Schnelltests und der Präzision einer molekulardiagnostischen Methode bietet. Schnelldiagnosen mit erhöhter Sensitivität sind für den zuverlässigen Nachweis von respiratorischen Erregern unerlässlich, da sie umgehend wirksames Patienten-Management ermöglichen. Die schnelle und genaue Diagnose kann zu kürzeren Krankenhausaufenthalten und geringeren Kosten, zu reduzierter Verwendung anti-mikrobieller sowie anti-viraler Mittel, zu weniger sekundären Komplikationen und zur wirksamen Umsetzung von Infektions-Kontrollmaßnahmen führen.
Anbieter
Abbott (vormals Alere GmbH)Am Wassermann 28
50829 Köln
Deutschland
Meist gelesen

ATOS Wiesbaden setzt bei Anästhesie auf besonders schonende und sichere Narkose-Dreifachkombi
Wenn es um das Thema Anästhesie für operative Eingriffe geht, stehen Ärzten unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ein besonders innovatives Verfahren setzt die ATOS Klinik Wiesbaden als eine von wenigen Kliniken seit Jahren standardmäßig ein.

Pro Care 2026 zeigt innovative Versorgungslösungen aus der Hauswirtschaft
Pflegequalität entsteht nicht nur am Pflegebett, sondern in allen Bereichen des Alltags, die das Leben in einer Einrichtung prägen.

Krebsmedikamente: Wie sich Nebenwirkungen am Auge behandeln lassen
Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen.

Zukunftsfähig: Neuausrichtung des TAVI-Programms im Asklepios St. Georg
Mit der Prozessoptimierung des TAVI-Programms gelang es dem Team für strukturelle Herzerkrankungen, wirtschaftliche Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern – ein Gewinn für alle Seiten.

Doppeltes Risiko: Kombination zweier Genvarianten begünstigt Entzündung und Krebs
Kieler Forschungsteam hat zwei Genveränderungen identifiziert, die im Zusammenspiel bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen das Risiko für Darmkrebs erhöhen könnten.









