18.02.2020 • Top-Themen

Leitlinie und oberste Maxime des Handelns

Der Vorstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat zum Stand und zur Weiterentwicklung der Instrumente der Qualitätssicherung ein Grundsatzpapier vorgelegt. Darin bekennen sich die Krankenhäuser zur Notwendigkeit und zum Nutzen von Qualitätssicherung. Zugleich wird aber auch gefordert, dass Qualitätssicherung wieder auf ihren Kern, nämlich auf medizinische Verbesserungen zurückgeführt werden muss und dass der missbräuchliche Einsatz von Qualitätsvorgaben für Vergütungskürzungs- und Vorführungszwecke beendet werden müsse. Auch müssen die hohen bürokratischen Lasten der Qualitätssicherung auf das Unvermeidbare und Notwendige begrenzt werden. „Die durch Qualitätssicherungsmaßnahmen alleine in den letzten Jahren ausgelösten Datenerfassungen und deren Kontrolle haben nicht mehr akzeptable Ausmaße angenommen. Die Installierung eines komplett neuen Kontrollbereichs für den MDK machen mehr als deutlich, dass hier etwas längst aus dem Ruder gelaufen ist“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der DKG, Georg Baum.

Das gefährliche an der Bürokratie ist, dass sie Geld kostet, die Mitarbeiter belastet und demotiviert. Die Umsetzung der diversen Instrumente aus der Qualitätsoffensive haben überzogene Anforderungen und kleinteilige Kontrollen ins System gebracht, die bei der Weiterentwicklung dringend auf den Prüfstand gehören. „Verkannt wird, dass die herausragendsten Qualitätsmerkmale der Krankenhäuser zum einen das gut ausgebildete, hoch motivierte und verantwortungsbewusst arbeitende Personal in den Krankenhäusern und zum anderen der flächendeckende Zugang zu stationärer und ambulanter Qualitätsversorgung für die Patienten sind“, so Baum.

Das umfassende Kompendium zu allen Fragen der stationären Qualitätssicherung, das die DKG vorlegt und in zwölf Punkten zusammenfasst, zeigt die Möglichkeiten zur positiven Weiterentwicklung der Qualitätssicherung auf.


 

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