Meierhofer und Averbis bündeln Kompetenzen
Meierhofer und Averbis gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel ist es, künstliche Intelligenz gezielt in klinische Arbeitsprozesse zu integrieren und medizinisches Fachpersonal zu entlasten.

Meierhofer setzt dabei bewusst auf einen Partner aus der DACH-Region, um volle Datenschutzkonformität und Sicherheit zu gewährleisten. Konkret integriert das Unternehmen drei Lösungen von Averbis tief in das Krankenhausinformationssystem M-KIS: Medical Summary, Medical Dialog und die KI-gestützte Arztbriefschreibung. Anwender*innen profitieren von medizinischen Zusammenfassungen, strukturiert dokumentierten Arzt-Patienten-Gesprächen und Unterstützung bei der Arztbriefschreibung.
„Für jede*n Patient*in in deutschen Krankenhäusern fallen mittlerweile geschätzte 27 Seiten an Dokumentation an – pro Tag. Ärzt*innen erfassen zwar immer mehr Daten, kommen aber immer weniger dazu, diese auch sinnvoll für ihre Arbeit zu nutzen,“ sagt Patrick Oestringer, Geschäftsführer von Averbis.
Averbis bringt umfassende Expertise in der KI-gestützten Analyse, Strukturierung und Aufbereitung medizinischer Daten ein. Meierhofer unterstützt Krankenhäuser mit leistungsstarken Lösungen, die klinische Prozesse digital abbilden und effizient ambulant wie stationär vernetzen. Gemeinsam entwickeln die beiden Unternehmen intelligente Anwendungen für Krankenhäuser. Diese verbessern den Zugang zu Informationen und reduzieren den Zeitaufwand für die Dokumentation deutlich.
Im Rahmen der Partnerschaft integriert Meierhofer drei zentrale Lösungen von Averbis direkt in das Krankenhausinformationssystem M-KIS: Medical Summary, Medical Dialog und KI-gestützte Arztbriefschreibung.
Medizinische Informationen bündeln
Im klinischen Alltag entstehen Unmengen an Daten – Befunde, Medikationspläne, Laborberichte, ärztliche Beobachtungen, Arztbriefe, Entlassungsberichte und vieles mehr. Ärzt*innen müssen all diese Dokumente durchgehen, um ein vollständiges Bild der*s Patienten*in zu bekommen. Diese Datenmengen steigen durch den flächendeckenden Einsatz der ePA durch externe Daten erheblich und lassen den klinischen Anwendenden im Datendschungel kaum mehr eine Chance. Medical Summary kann große Mengen an Patientendaten strukturieren und analysieren und bereitet sie so auf, dass Ärzt*innen sie schnell erfassen und gezielt KI gestützt abfragen können. Die Anwendung bündelt alle relevanten Informationen zentral und chronologisch – etwa Diagnosen, Medikation und Laborwerte. So erhalten medizinische Fachkräfte schnell einen ganzheitlichen Überblick über den Patientenverlauf. Anwender*innen können gezielt Fragen stellen – etwa zu Allergien, Laborwerten oder Röntgenergebnissen – und erhalten innerhalb von Sekunden eine Antwort sowie den Link zur ursprünglichen Quelle. Dies spart wertvolle Zeit von täglich bis zu zwei Stunden und unterstützt dabei, relevante Informationen schneller zu erfassen.
Arztbriefe doppelt so schnell schreiben
Die KI-basierte Arztbriefschreibung hilft Ärzt*innen bei der Erstellung strukturierter Arztbriefe, indem sie Passagen für Epikrise und Verlauf auf Basis der vorliegenden Dokumentation vorformuliert. Relevante Informationen aus Befunden, OP-Berichten, Diagnosen sowie Pflege- und Therapiedokumentationen werden zusammengeführt und in eine strukturierte Form überführt. Die erzeugten Textentwürfe dienen Ärzt*innen als Grundlage für die fachliche Prüfung sowie schnellen Korrektur- und Freigabeprozessen durch das behandelnde medizinische Personal.
„Studien belegen, dass Ärzt*innen mit Hilfe von KI bis zu 50 Prozent weniger Zeit für die Erstellung von Arztbriefen brauchen,“ fasst Oestringer zusammen. Das medizinische Personal wird von administrativen Aufgaben entlastet und kann sich stärker auf klinische Entscheidungen, Patientengespräche und individuelle Betreuung konzentrieren.
Arzt-Patienten-Gespräche strukturiert aufbereiten
Die Dokumentation, zum Beispiel von Anamnesegesprächen, erfordert Konzentration und ist sehr zeitaufwendig. Medical Dialog zeichnet das Gespräch in Echtzeit auf, überführt es in ein Transkript, prüft die Transkriptkorrektur der Inhalte und erzeugt automatisch strukturierte Zusammenfassungen. Diese können direkt in M-KIS übernommen werden und reduzieren den manuellen Dokumentationsaufwand deutlich.
Nahtlose Integration bei geringem Implementierungsaufwand
Die KI-Funktionen werden als Module innerhalb der bestehenden M-KIS Umgebung bereitgestellt. Dadurch bleibt der Implementierungsaufwand gering, während Anwender*innen direkt in ihrer gewohnten Systemumgebung arbeiten.
Die Partnerschaft mit Averbis bildet bei Meierhofer einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung digitaler Lösungen im Gesundheitswesen: „Die Integration von KI ist ein zentraler Baustein unserer Produktstrategie für M-KIS“, sagt Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte und Vertrieb Deutschland bei der Meierhofer AG „Mit Averbis profitieren wir von praxiserprobter KI-Expertise und machen unser M-KIS gezielt smarter für all jene Anwendenden am Point of Care. So stärken wir die Zukunftsfähigkeit unserer Plattform und sorgen dafür, dass klinische Dokumentation deutlich schneller, einfacher und intuitiver erfolgt – bei gleichbleibend hoher Qualität.“
Der konkrete Nutzen im klinischen Alltag steht dabei ganz im Fokus: „Durch die Zusammenarbeit mit Meierhofer bringen wir unsere KI-Technologie direkt in den klinischen Arbeitsprozess. Das entlastet das Krankenhauspersonal, weil es dadurch wieder mehr Zeit für die Patient*innen gewinnt“, sagt Patrick Oestringer. „Das positive Feedback aus verschiedenen KI-Hackathons bestätigt unseren Kurs und zeigt, dass unsere Lösungen bei den Anwender*innen ankommen,“ so Christian Köhl.











