
Adipositasforschung: Übersichtsarbeit zu genetischen Mechanismen und modernen Therapieoptionen
Adipositas ist eine multifaktorielle und komplexe Störung, die sich oft in der frühen Kindheit manifestiert und eine lebenslange Belastung darstellt.

Adipositas ist eine multifaktorielle und komplexe Störung, die sich oft in der frühen Kindheit manifestiert und eine lebenslange Belastung darstellt.

Das neue Adipositas- und Stoffwechselforschungszentrum am Universitätsklinikum Bonn (BiOM) bietet Patientinnen und Patienten mit Adipositas und Folgeerkrankungen eine ganzheitliche Behandlung an. Moderne Verfahren zur Analyse des Grundumsatzes und der Körperzusammensetzung, Ernährungsberatung, medikamentöse Therapien aber auch moderne minimalinvasive OPs gehören zum Leistungsspektrum. Daneben werden neue, erfolgversprechende Therapien erforscht.

Übergewicht und Adipositas bringen sehr oft Bluthochdruck, erhöhte Zucker-, Blutfett- und Harnsäurewerte mit sich. Betroffene haben langfristig ein erhebliches Risiko, ein Nierenversagen zu erleiden. Ein Team um Josef Fritz von der Med Uni Innsbruck und Emanuel Zitt vom Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch errechnete die Bedeutung der einzelnen Faktoren. Das Journal of the American Society of Nephrology (JASN) berichtet.

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie und das Universitätsklinikum Bonn konnten erstmals einen Stressfaktor im Gehirn direkt mit dem zelleigenen Recyclingprogramm und Fettleibigkeit in Verbindung bringen. Dies könnte einen vollkommen neuen Ansatz zur Behandlung Stress-induzierter Stoffwechselerkrankungen ermöglichen.

Adipositas ist ein wichtiger Risikofaktor für schwere Krankheitsverläufe bei Patienten mit COVID-19. Ein multidisziplinäres Forschungsteam aus dem Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) konnte nun eine wichtige Rolle des Fettgewebes für die Virusvermehrung von SARS-CoV-2 nachweisen.

Fettzellen sind viel mehr als ein Kalorienspeicher für schlechte Zeiten. DZHK-Wissenschaftler Alexander Bartelt erforscht, welche Rolle gesunde Fettzellen für den Stoffwechsel spielen und was passiert, wenn sie aggressiv werden, zum Beispiel weil sie durch zu viel Essen und zu wenig Bewegung „volllaufen“. Für seine Forschungsarbeiten zur Fettzellbiologie erhält der junge Professor von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) am 5. November auf dem Adipositas-Kongress 2021 den Forschungspreis der Deutschen Adipositas-Gesellschaft.

Keine Krankheit belastet das Sozial- und Gesundheitssystem so sehr wie Adipositas – noch nicht einmal die Coronapandemie. Der im Bundestag beratene Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) sieht nun die Einführung eines DMP Adipositas vor.






Endotheliale Dysfunktion: Frühe Diagnostik und Therapie. Die Mortalität durch kardiovaskuläre Komplikationen fußt u.a. auf arterieller Hypertonie, Adipositas, Dyslipoproteinämie und Diabetes.



Extrem übergewichtige Menschen stoßen auch in der Medizin buchstäblich an Grenzen, und beispielsweise bildgebende Verfahren sind gefordert, trotz Körperfülle und Fettgewebe aussagekräftige Bildqualitäten zu erzielen.






























